Marie-Louise Eta hat ihre Zeit als Bundesliga-Trainerin des 1. FC Union Berlin mit einem souveränen Heimsieg beendet und den großen Traum des FC Augsburg vom Einzug in den Europapokal zerstört. Gefühlt ohne Gegenwehr gewannen die Berliner, die den Klassenverbleib bereits sicher hatten, das letzte Saisonspiel mit 4:0 (2:0). Weil Freiburg gegen Leipzig gewann, hätte Augsburg selbst ein Sieg nicht für Platz sieben gereicht.
Doppeltorschütze Andrej Ilic (10. Minute/42.) brachte die Hausherren vor 22.012 Zuschauern in Führung, András Schäfer (54.) und Woo-Yeong Jeong (89.) erhöhten. Insgesamt fehlte dem erschreckend schwachen FCA in der Offensive jegliche Idee. Dass Augsburg mit Blick auf die Punkteausbeute die beste Bundesliga-Rückrunde der Vereinsgeschichte spielte, war nicht zu erkennen.
Zukunft von FCA-Coach Baum offen
Nach zuvor sechs Spielen ohne Niederlage hatte Augsburg von den Playoffs zur Conference League träumen dürfen. Am Ende steht Platz neun, was nach dem schwachen Start unter Sandro Wagner dennoch ein Erfolg ist. Ob Manuel Baum Trainer bleibt oder zurück auf seine alte Stelle als Leiter für Entwicklung und Fußball-Innovation geht, soll zeitnah entschieden werden.
Für Pionierin Eta endet die Zeit bei den Bundesliga-Männern nach fünf Spielen. Die Ausbeute von sieben Punkten ist für Berliner Verhältnisse durchaus in Ordnung. Ab Sommer übernimmt die 34-Jährige die Union-Frauen.
Langer Abschlag, Verwirrung - Tor
Die Unterstützung der FCA-Fans war europapokalreif – die Leistung ihres Teams nicht. Nach einem langen Abschlag von Union-Keeper Carl Klaus, dessen Vertragsverlängerung kurz zuvor bekanntgeworden war, liefen gleich mehrere Spieler um Gäste-Torwart Finn Dahmen unglücklich ineinander - der Ball fiel schließlich vor die Füße von Ilic, der die Gäste früh schockte.
Und weil es beim ersten Tor so gut geklappt hatte, wiederholten die Eisernen einfach ihr Erfolgsrezept. Einen erneut langen Abschlag von Klaus leitete Oliver Burke per Kopf auf Ilic weiter, der mit einem flachen Distanzschuss die Führung ausbaute. Augsburgs Defensive wirkte erneut nicht sortiert.
Augsburgs Abwehr fällt auseinander
Augsburg benötigte nun drei Tore, um den Traum aufrechtzuerhalten. Doch anstatt auf den Anschluss zu drängen, fiel die Abwehr auseinander und Union hatte Chancen im Minutentakt. Zunächst vergab Burke die beste Möglichkeit, dann hämmerte Schäfer den Ball von der Strafraumkante ins Eck - ein Traumtor.
Nach 75 Minuten wartete die Baum-Auswahl immer noch auf eine Großchance. Auch wenn Augsburg nun besser spielte, sollte nicht mehr als ein Pfostentreffer durch Uchenna Ogundu rausspringen. Union hatte hingegen noch Chancen zum 5:0.