Großeinsatz
Wie die Sicherheitskonferenz sicher bleiben soll

Für die Polizei bedeutet die Sicherheitskonferenz immer einen Großeinsatz. (Archivbild) Foto: Sven Hoppe/dpa
Für die Polizei bedeutet die Sicherheitskonferenz immer einen Großeinsatz. (Archivbild) Foto
© Sven Hoppe/dpa
Zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik, Militär und internationalen Organisationen reisen auch heuer zur Sicherheitskonferenz an. Was das für die Polizei und die Einwohner in München bedeutet.

Mit Straßensperrungen, Drohnenabwehr und rund 5.000 Kräften will Bayerns Polizei die Münchner Sicherheitskonferenz schützen. Die Maßnahmen bedeuten auch für die Menschen in der Landeshauptstadt spürbare Einschränkungen. "Es wird zweifellos zu Beeinträchtigungen kommen", sagte der Einsatzleiter, Polizei-Vizepräsident Christian Huber, mit Blick auf die temporären Straßensperrungen für die Transferfahrten der hochrangigen Gäste. Darüber hinaus gebe es neben dem gesperrten Sicherheitsbereich unter anderem Parkverbotszonen und eine Flugverbotszone für Drohnen. 

Zudem sind viele, teils sehr große Versamlungen im Stadtgebiet geplant. Alleine 100.000 Menschen wollen nach Ankündigung der Veranstalter auf der Theresienwiese für Menschenrechte und Freiheit im Iran demonstrieren. Mit der üblichen Münchner Gelassenheit werde es trotz der Behinderungen insgesamt aber gut funktionieren, zeigte sich Huber zuversichtlich. 

Die Sicherheitslage unterscheide sich aufgrund der weltpolitischen Lage nicht von der vieler anderer Großveranstaltungen. "Es gibt eine abstrakt hohe Gefährdungslage, aber keine konkreten Hinweise, dass irgendwas wäre."

Empfehlung: Ausweis mitnehmen und Auto stehen lassen

Der engere Sicherheitsbereich unmittelbar um den Veranstaltungsort am Promenadenplatz, an dem sich von Freitagmittag bis Sonntagnachmittag zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Militärs und Vertreter internationaler Organisationen treffen, ist abgesperrt und nur mit Akkreditierung betretbar. In die erweiterte Sicherheitszone können sowohl Anwohner als auch Geschäftskunden oder Patienten hinein, müssen sich aber ausweisen und Personen- und Taschenkontrollen in Kauf nehmen. 

Auf die Bevölkerung werden sich auch die großräumigen Parkverbote auswirken. Abgestellte Fahrzeuge sollten umgeparkt werden, sonst müssten sie abgeschleppt werden, kündigte Huber an. Er empfahl zugleich: "Fahren sie am Wochenende nicht mit dem Fahrzeug in die Stadt, nutzen sie den ÖPNV - das erleichtert Ihnen das Fortkommen und uns die Arbeit."

Flugverbotszone und internationale Unterstützung 

Ebenfalls ein genaues Auge auf die temporären Regelungen sollten auch Drohnenpiloten haben. In einem Radius von rund 5,5 Kilometer rund um das Sendlinger Tor, mithin etwa in der Hälfte des Stadtgebietes, herrscht eine Flugverbotszone, die auch mit Drohnendetektoren und Abwehranlagen überwacht wird. 

Weil bundesweit wegen des Faschingswochenendes ohnehin viele Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sind, bekommen die Münchner nicht nur aus anderen Bundesländern Unterstützung, sondern auch aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden oder Frankreich.

dpa