Leihgeschäft mit China Pandas für den Münchner Zoo? Tierpark kündigt Neubau an

Riesenpandas sind eine Seltenheit. Bald könnten zwei in München zu sehen sein. Foto: Chan Long Hei/AP/dpa
Riesenpandas sind eine Seltenheit. Bald könnten zwei in München zu sehen sein. Foto
© Chan Long Hei/AP/dpa
Hat der Münchner Tierpark Hellabrunn demnächst eine Attraktion mehr? Nach Medienberichten über eine Panda-Leihe aus China hält sich der Zoo bedeckt - kündigt aber neue Pläne an.

Bekommt der Münchner Tierpark bald Riesenpandas? Nach Medienberichten über eine Leihe aus China nach Bayern hat der Zoo ein "wegweisendes Neubauprojekt" angekündigt - und eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch. Weder die Stadt München noch die Staatskanzlei oder der Zoo wollten sich auf Nachfrage zu weiteren Details äußern.

"Münchner Merkur" und "tz" hatten vergangene Woche berichtet, dass der Tierpark zwei Riesenpandas per Leihe aus China bekommen soll. Hellabrunn wäre nach Berlin erst der zweite Tierpark in Deutschland, in dem Riesenpandas leben. Während Pandas für Zoos und Tierparks in der Regel ein Besuchermagnet sind, gelten sie auch als Politikum. China verleiht seit über 50 Jahren Pandabären in andere Länder, um die diplomatischen Beziehungen zu stärken. Auch Frankreich bekam kürzlich zwei Pandas von China zugesagt.

Söder posierte mit Plüschpandas

Der Organisation Pro Wildlife zufolge leben derzeit rund 56 Pandas in Zoos außerhalb Chinas, sie gehören aber weiter der Volksrepublik. Für die Leihgaben werden demnach aber Gebühren von rund einer Million Euro pro Elternpaar fällig. 

Dem Berliner Zoo zufolge ist in diesen Leihverträgen auch festgelegt, dass alle Nachkommen der Pandas, unabhängig davon, wo sie geboren werden, ebenfalls zu China gehören und meist nach einigen Jahren in ihre Heimat zurückkehren.

Söder liebäugelt Medienberichten zufolge seit seiner Chinareise 2024 mit einer Pandaleihgabe. Damals hatte Bayerns Ministerpräsident medienwirksam mit Plüschpandas posiert.

dpa