Nach der Schließung ihres Hauptgebäudes will die Technische Universität (TU) in Berlin einen temporären Lesesaal einrichten. Für die Bibliothek Wirtschaft und Management arbeite sie an Übergangslösungen, teilte die Hochschule in einer E-Mail an Studierende mit, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Fachbibliothek, die sich im geschlossenen Hauptgebäude befindet, ist eine von mehreren der Universität.
Bücher aus der Bibliothek Wirtschaft und Management können demnach weiterhin ausgeliehen und in der Zentralbibliothek abgeholt werden. Zusätzlich sei die Einrichtung eines temporären Pop-up-Lesesaals in Vorbereitung. In einem Lesesaal befinden sich meist neben Büchern vor allem Arbeitsplätze, an denen Studierende arbeiten können.
"Sobald dieser geöffnet ist, geben wir euch erneut Bescheid", hieß es in der Nachricht. Sie suchten auch nach weiteren Möglichkeiten, zusätzliche studentische Räume bereitzustellen. "Das wird allerdings etwas Zeit benötigen." Studierende könnten andere geöffnete Bereiche nutzen, etwa andere Bibliotheken, Mensen oder Lernorte in den geöffneten Gebäuden.
Wie es um die Prüfungstermine steht
Die Zentralbibliothek von TU und der Universität der Künste in der Fasanenstraße etwa ist von der Schließung nicht betroffen und geöffnet. Dort gibt es nach Angaben der TU Platz für rund 1.200 Menschen.
Wegen Baumängeln ist das Hauptgebäude der Hochschule seit rund zwei Wochen geschlossen. Nach Angaben der TU müssen rund 350 Lehrveranstaltungen pro Woche in andere Räume verlegt oder digital stattfinden. Wann das Hauptgebäude wieder öffnet, ist derzeit unklar.
"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass sich eure Prüfungstermine nicht verschieben", hieß es in der Nachricht an die Studierenden. "Die Raumplanung ist schwierig, aber unser Ziel ist klar: Klausuren sollen zu den geplanten Zeiten stattfinden – zur Not mit anderen Räumen."