Ein möglicher Sprengstofffund in einem Haus hat in der Innenstadt von Potsdam einen stundenlangen Polizeieinsatz ausgelöst. Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Die Polizei bildete einen Sperrkreis, gab am Nachmittag gegen 16.45 Uhr aber Entwarnung.
Nach eingehender Prüfung habe sich der gefundene Gegenstand als ungefährlich herausgestellt, teilte die Behörde mit. Um was es sich genau handelte, sagte die Polizei nicht.
Spezialkräfte im Einsatz
Spezialkräfte des Landeskriminalamtes waren angerückt, der verdächtige Gegenstand wurde schließlich aus dem Haus gebracht. Ein Sprecher der Polizei sagte: "Wir streben Ermittlungen an." Gegen wen sich diese richten sollten und warum ermittelt werde, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.
Häuser im Sperrkreis wurden geräumt
Zeugen hatten am Morgen einen verdächtigen Gegenstand im Keller eines Wohnhauses im Potsdamer Westen entdeckt. Zur Gefahrabwehr wurde ein Teil der Innenstadt evakuiert. Die Polizei bildete einen Sperrkreis mit einem Radius von 300 Metern. Wie viele Bewohner deswegen ihre Wohnungen verlassen mussten, konnte die Behörde am Nachmittag nicht sagen. Am Fundort waren zudem Feuerwehr und Ordnungsamt im Einsatz, auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst war vor Ort.
Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt
Von der Sperrung war der Verkehr im Potsdamer Westen betroffen. Die Geschwister-Scholl-Straße war komplett gesperrt. Zwischen dem Platz der Einheit und Pirschheide fuhr keine Straßenbahn mehr. Auch der Busverkehr war teilweise eingeschränkt. Die stark von Pendlern genutzte RE1-Linie war nach Angaben des Potsdamer Ordnungsamtes ebenfalls betroffen.
Potsdam-West grenzt an den bekannten Park Sanssouci und den Uni-Campus am Neuen Palais. Der Stadtteil gilt als bürgerlich und familienfreundlich. Viele Altbauten aus der Gründerzeit prägen den Kiez.