Gedenken an Bücherverbrennung
Woidke lobt Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus

Im Beisein von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist ein Gedenkort für die Verbrennung von Büchern in Luckenwa
Im Beisein von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist ein Gedenkort für die Verbrennung von Büchern in Luckenwalde während der Nazi-Zeit enthüllt worden. (Archivbild) Foto
© Soeren Stache/dpa
Die Bücherverbrennung auf dem Marktplatz von Luckenwalde im Jahr 1933 gilt als eine der ersten Bücherverbrennungen im Deutschen Reich. Mit einem Relief wird an sie erinnert.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat das Engagement gegen Hass gewürdigt. In seinem Beisein wurde in Luckenwalde (Landkreis Teltow-Fläming) ein Gedenkort enthüllt, der an die Bücherverbrennung 1933 erinnert, die als eine der ersten Bücherverbrennungen im Deutschen Reich gilt.

"Das Engagement in der Gegenwart gibt Hoffnung. Und die brauchen wir", sagte Woidke nach Angaben der Staatskanzlei. "Denn Antisemitismus, Rassismus und Hassverbrechen haben zugenommen. Dieser Hass lässt Menschen verstummen." Er verändere die Debatten und bedrohe Meinungsfreiheit und Mitmenschlichkeit. "Er verdeutlicht, dass Feindseligkeit und Vorurteile leider nicht nur Teil der Vergangenheit sind."

Woidke dankte den Bürgerinnen und Bürgern, die sich in Luckenwalde für die Erinnerung an die Bücherverbrennung einsetzen. Am 7. April 1933 verbrannten die Nationalsozialisten vor allem Literatur von jüdischen und sozialistischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Das Relief in Form eines Buches auf dem Marktplatz wurde mit Mitteln des Kulturministeriums, des Bildungsministeriums und des Ministerpräsidenten gefördert.

dpa