In ihrem Kampf gegen Bandenkriminalität hat die Polizei bei einer Razzia in Berlin-Mitte drei Verdächtige festgenommen und fünf scharfe Schusswaffen mitsamt Munition beschlagnahmt. Bei 37 Menschen wurden am Mittwochabend die Personalien von der Polizei überprüft, wie mitgeteilt wurde.
Rund 160 Polizisten waren im Einsatz und kontrollierten drei Lokale im Stadtteil Gesundbrunnen in der Umgebung der Wollankstraße und durchsuchten Besucher. Die Polizei geht bei ihren Ermittlungen von illegalem Waffenbesitz aus.
Seit dem vergangenen Jahr war es immer wieder zu Schüssen in der Stadt gekommen. Die Polizei geht eigenen Angaben nach davon aus, dass es sich um Revierkämpfe im Bereich der Drogenkriminalität wie auch um Drohungen und Erpressungen von Geschäftsleuten handelt.
Die im November gegründete Sondereinheit "Ferrum" (deutsch: Eisen) im Landeskriminalamt versucht mit umfangreichen Razzien in Bars und Restaurants und an bekannten Treffpunkten von Kriminellen dagegen anzukämpfen.
Bislang wurden 18 scharfe Schusswaffen, über 190 Schuss Munition, 10 Schreckschusswaffen und 50 sonstige Waffen, darunter Messer, Baseballschläger und Elektroimpulsgeräte, beschlagnahmt. Die Polizei leitete 260 Strafermittlungen, 12 Haftbefehle wurden ausgestellt.