Kritische Infrastruktur
Giffey: Viel getan für besseren Schutz des Stromnetzes

Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz Anfang Januar hat der Senat einiges getan, um die Sicherheit der kritischen In
Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz Anfang Januar hat der Senat einiges getan, um die Sicherheit der kritischen Infrastruktur zu verbessern. (Archivbild) Foto
© Michael Kappeler/dpa

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500 Prozent mehr Kameras, 260 Prozent mehr Wachschutz: Nach dem Mega-Stromausfall hat der Berliner Senat Konsequenzen gezogen. Was das für die Sicherheit des Stromnetzes bedeutet.

Vier Monate nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten sieht Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey deutliche Fortschritte beim Schutz des Stromnetzes. "Wir haben nach den Ereignissen Anfang des Jahres intensiv daran gearbeitet, den Schutz unserer neuralgischen Punkte, der kritischen Infrastruktur, besonders eben das Stromnetz, zu verbessern", sagte die SPD-Politikerin im RBB-Inforadio.

"Wir haben seit Januar die Videoüberwachung an den neuralgischen Punkten um sage und schreibe 500 Prozent erhöht und den Wachschutz um 260 Prozent", erläuterte sie. Dazu kämen viele andere Maßnahmen, etwa die Verstärkung von Zäunen, mehr Beleuchtung oder Alarmsysteme. "All das ist geschehen und wir haben dazu ein Gesamtkonzept, das wir jetzt im Mai auch in den Senat bringen werden, zum Schutz der neuralgischen Punkte in Berlin."

Senat hat auch Mobilfunk im Blick

Mit Mobilfunkbetreibern sei der Senat im Gespräch über mehr Resilienz des Handynetzes in solchen Situationen, fügte Giffey hinzu. "Es geht um die Notrufabsetzbarkeit, es geht darum, dass die Masten funktionieren, es geht darum, dass eben bestimmte Erreichbarkeiten auch in den ersten Stunden nach so einem Vorfall immer noch vorhanden sind." Voraussichtlich im Juni sei dazu ein Gesamtkonzept geplant.

Am 3. Januar hatten mutmaßliche Linksextremisten einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke nahe dem Kraftwerk Lichterfelde verübt. Folge war der bislang längste Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte. Im Südwesten der Stadt waren 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe teils tagelang ohne Strom und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder für alle hergestellt.

dpa