Öffentlicher Dienst
Evers: Tarifabschluss ist "vertretbarer Kompromiss"

"Unterm Strich steht ein verantwortungsvoller Abschluss, der gesamtstaatliche Verantwortung mit der Wertschätzung für unsere Bes
"Unterm Strich steht ein verantwortungsvoller Abschluss, der gesamtstaatliche Verantwortung mit der Wertschätzung für unsere Beschäftigten verbindet", sagt Berlins Finanzsenator Evers zum Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder. (Archivbild) Foto
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5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Stufen soll es in den nächsten Monaten für die Beschäftigten der Länder geben. Berlins Finanzsenator Evers sieht darin einen verantwortungsvollen Tarifabschluss.

Der Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder ist nach Ansicht von Finanzsenator Stefan Evers (CDU) ein "schmerzhafter, aber insgesamt vertretbarer Kompromiss". "Wir wollen und müssen auch in finanziell herausfordernden Zeiten ein verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber bleiben, denn der öffentliche Dienst ist das Rückgrat unseres Gemeinwesens", sagte Evers laut einer Mitteilung. "Gleichzeitig bewegt sich der Abschluss an der Grenze dessen, was finanziell darstellbar ist."

Die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sollen in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld bekommen. Darauf einigten sich die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Potsdam. Die Erhöhung soll nach Angaben der Gewerkschaft mindestens 100 Euro im Monat ausmachen. Nachwuchskräfte sollen 150 Euro mehr bekommen. Die Arbeitsbedingungen im Osten sollen den West-Regelungen angeglichen werden, etwa beim Kündigungsschutz. Der neue Tarifvertrag soll 27 Monate laufen, bis zum 31. Januar 2028. 

Evers betonte, dass es so nun Planungssicherheit über mehrere Jahre gebe und die finanziellen Auswirkungen auf mehrere Haushaltsjahre verteilt werden könnten.

dpa