Die Gewerbesteuereinnahmen in Hamburg sind im vergangenen Jahr um 11,1 Prozent auf einen neuen Rekord gestiegen. Es seien gut 3,5 Milliarden Euro eingenommen worden, teilte das Statistikamt Nord mit. Die Summe liegt um 0,7 Prozent über dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2023. Im Jahr 2024 waren die Einnahmen um 9,3 Prozent eingebrochen.
Das Aufkommen aus der Gewerbesteuer stehe Hamburg nicht vollständig für eigene Ausgaben zur Verfügung, erklärte das Statistikamt. Einen Teil davon müsse die Hansestadt als Gewerbesteuerumlage an den Bund abführen.
Hamburger Hebesatz höher als in Berlin und Köln
Der Hebesatz beträgt in Hamburg seit 1996 konstant 470 Prozent. Mit dem Hebesatz ermitteln Kommunen, wie viel Gewerbesteuer ein Unternehmen zu bezahlen hat. Der Wert variiert in Deutschland stark, da er von der jeweiligen Gemeinde festgelegt wird.
Die Höhe des Hebesatzes könne für ertragsstarke Unternehmen oder Betriebe mit mehreren Standorten eine wichtige Rolle bei Investitions- und Standortentscheidungen spielen, erklärt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). Im vergangenen Jahr lag der durchschnittliche Hebesatz in Deutschland bei 438 Prozent. In Berlin beträgt er den Angaben zufolge 410, in München 490 und in Köln 475 Prozent.