Mögliche Verzögerungen beim geplanten Bau der Bahnverbindung "Wallauer Spange" zwischen Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen sorgen weiter für Kritik. Nach den Worten der hessischen Landesvorsitzenden der Grünen, Anna Lührmann, breche die schwarz-rote Bundesregierung ein zentrales Versprechen – "mit extrem negativen Auswirkungen für Hessen". Die Grünen-Landtagsabgeordnete Katy Walther erklärte nach einem Ortstermin in Hofheim. "Die vier Kilometer lange Wallauer Spange ist eine wichtige und überfällige Verbesserung für Hessens Pendlerinnen und Pendler."
Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage von Grünen-Politikern geht hervor, dass zur Umsetzung von Bahn-Neubauprojekten bis 2029 zwei Milliarden Euro fehlen. Dies könnte Folgen für die geplante "Wallauer Spange" haben. Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte erklärt, die Projekte hätten noch kein Baurecht. Man sei noch nicht an einer Stelle, wo eine Baufinanzierung nötig wäre.
Hessens Grünen-Vorsitzende Lührmann kritisierte, die Chancen des Sondervermögens Infrastruktur für den Schienenverkehr würden nicht genutzt und Mittel zweckentfremdet. Mit der "Wallauer Spange" könne die Fahrzeit zwischen Wiesbaden und Frankfurt auf 16 Minuten verkürzt werden. "Das vorläufige Aus dieses Projektes ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht für alle, die täglich auf die Bahn angewiesen sind, sondern auch für die beteiligten Kommunen, die trotz klammer Kassen die umfangreichen Planungen mitfinanziert haben."