Nach der atmosphärisch "besten Trainingswoche" seit seinem Amtsantritt sieht Albert Riera dem Bundesliga-Gastspiel von Eintracht Frankfurt beim FC Augsburg mit großer Zuversicht entgegen. "Wir kennen unsere Fehler. Entscheidend ist, Lösungen zu finden. Wir haben einiges vor", kündigte der Eintracht-Trainer für die Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) an.
Im Kampf um den siebten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga, der die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in der kommenden Saison garantiert, müssen die Hessen etwas Zählbares mitnehmen. Schließlich liegen sie vier Spieltage vor dem Saisonende als Achter einen Zähler hinter dem SC Freiburg, der am Sonntag bei Borussia Dortmund antreten muss.
Und nicht nur für den Verein geht es im Saison-Endspurt um viel, sondern auch für den Trainer. Der hat längst seinen Anfangskredit verspielt und wird im Umfeld und in der Öffentlichkeit mittlerweile scharf kritisiert. Den von Riera beim Amtsantritt proklamierten Aufschwung hat es bis jetzt nicht gegeben.
Frankfurter Personallage entspannt sich weiter
Läuft es für die Eintracht ausgerechnet in Augsburg besser, wo sie sich oft schwergetan hat? Riera ist davon überzeugt. "Wir wollen das dominante Team sein. Es ist wichtig, dass wir im Umschaltspiel schnelle Reaktionen zeigen", sagte der 44-Jährige und forderte mit Blick auf die zuletzt unzufriedenen Fans: "Sie sind so loyal, so großartig. Wir müssen für sie spielen, alles für sie geben und für sie gewinnen."
Das gelang der Eintracht in den bisher 13 Auftritten in Augsburg allerdings erst dreimal. Der letzte Sieg datiert aus dem November 2022. Zudem haben sich die bayerischen Schwaben seit dem Trainerwechsel von Sandro Wagner zu Manuel Baum stabilisiert und im Tabellenmittelfeld etabliert. Der Rückstand auf die Eintracht beträgt nur noch sechs Punkte.
Zumindest kann Riera personell fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Nnamdi Collins, Jean-Mattéo Bahoya und Kaua Santos stehen nicht zur Verfügung. Dagegen kehrt Defensivmann Rasmus Kristensen nach wochenlanger Verletzungspause in den Kader zurück. Ob der Däne sogar schon eine Option für die Startelf ist, ließ Riera offen. Dafür bekräftigte er: "Das Konzept bleibt unverändert."