Kinder, die Opfer von Gewalt wurden, sollen möglichst Hilfe aus einer Hand bekommen - das wünschen sich die Spitzen der Jugend- und Familienministerien in Bund und Ländern. Bei ihrer Konferenz in Frankfurt am Main beschlossen sie nach Angaben des Gastgeberlands Hessen, dafür ein Konzept zu erarbeiten.
Wenn ein Kind Gewalt erleben musste, dürfe es "nicht von Behörde zu Behörde geschickt werden und immer wieder dasselbe erzählen müssen", erklärte Hessens Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU).
In sogenannten Childhood-Häusern arbeiten Polizei, Jugendamt, Ärztinnen und Ärzte, Psychologen und Justiz Seite an Seite. Eine erste Einrichtung dieser Art wurde 2023 in Frankfurt eröffnet, in Kassel ist eine zweite geplant. Die Länder forderten den Bund mit ihrem Beschluss auf, gemeinsam ein bundesweites Konzept für kindgerechte und interdisziplinäre Einrichtungen zu entwickeln und dauerhaft zu sichern.