Jahreszahlen 2025 Deutsche-Bank-Bilanz im Schatten von Geldwäscheermittlungen

Voraussichtlich deutlich mehr Gewinn - aber erneut Ärger für die Deutsche Bank. Foto: Boris Roessler/dpa
Voraussichtlich deutlich mehr Gewinn - aber erneut Ärger für die Deutsche Bank. Foto
© Boris Roessler/dpa
Die Geschäfte liefen zuletzt gut bei Deutschlands größtem Geldhaus. Der Jahresgewinn dürfte deutlich gestiegen sein. Doch bei der Bilanzvorlage interessiert auch ein unangenehmes Thema.

Die Bilanzvorlage der Deutschen Bank am heutigen Donnerstag (7.00 Uhr) steht unter keinem guten Stern: Zwar erwarten Analysten, dass der Dax-Konzern 2025 deutlich mehr Gewinn gemacht hat als ein Jahr zuvor. Doch angesichts erneuter Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche inklusive Razzia in der Frankfurter Konzernzentrale am Vortag muss sich Konzernchef Christian Sewing auf kritische Fragen einstellen.

Nach Angaben der federführenden Frankfurter Staatsanwaltschaft geht es um frühere Geschäftsbeziehungen des größten deutschen Geldhauses zu ausländischen Gesellschaften, die ihrerseits im Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben. Vorwürfe, beim Thema Geldwäsche nicht genau genug hinzuschauen und Verdachtsanzeigen zu spät abgegeben zu haben, haben der Deutschen Bank schon mehrfach Ärger mit der Justiz eingebrockt. 

Geschäftlich lief es zuletzt gut für das Institut: Analysten rechnen damit, dass die Deutsche Bank im vergangenen Jahr vor Steuern gut 9,6 Milliarden Euro verdient hat. Unter dem Strich dürfte demnach ein Gewinn von knapp 6 Milliarden Euro stehen. Beides wäre erheblich mehr als ein Jahr zuvor: 2024 hatte die Deutsche Bank vor Steuern knapp 5,3 Milliarden Euro verdient, der auf die Anteilseigner entfallende Überschuss lag bei rund 2,7 Milliarden Euro. Ursächlich für den damaligen Gewinnrückgang war vor allem die Entschädigung früherer Postbank-Aktionäre.

dpa