Die CDU hat bei den hessischen Kommunalwahlen laut vorläufigem amtlichem Endergebnis in Frankfurt die meisten Stimmen erhalten.
Nach Angaben der Stadt kommt die Partei auf 25 Prozent der Stimmen, was einem Zuwachs von 3,1 Prozentpunkte im Vergleich zur Kommunalwahl 2021 entspricht. Die Grünen erreichen mit 20,8 Prozent (minus 3,8) Platz zwei. Die SPD landen mit leichten Verlusten (minus 0,4) bei 16,6 Prozent.
Dahinter folgen die Linken mit 9,2 Prozent (plus 1,3 Prozent) und die AfD mit 8,2 Prozent (plus 3,7). Volt erzielt 4,8 Prozent (plus 1,1) und die FDP 4,6 Prozent (minus 3,0).
Ex-OB Peter Feldmann schafft es nicht ins Parlament
Der frühere Oberbürgermeister der Stadt, Peter Feldmann, wird laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis indes nicht wieder in die Stadtverordnetenversammlung zurückkehren. Die von ihm angeführte Liste "Frankfurt – Sozial!" hat nach der Auszählung nur 0,4 Prozent der Stimmen erhalten.
Feldmann war von 2012 bis 2022 Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt. Wegen seiner Verstrickung in die Affäre um die Arbeiterwohlfahrt (Awo) wurde er Ende 2022 wegen Vorteilsannahme zu einer Geldstrafe verurteilt. Erst nach der Abwahl durch die Stadtverordneten und einem Bürgerentscheid schied er unter Zwang aus dem Amt und trat aus der SPD aus.
Die 93 Plätze in der künftigen Stadtverordnetenversammlung verteilen sich so: CDU 23 Sitze, Grüne 19 Sitze, SPD 15 Sitze, Die Linke 9 Sitze, AfD 8 Sitze, Volt 5 Sitze, FDP 4 Sitze. Zehn weitere Parteien wie beispielsweise ÖkoLinX oder die Freien Wähler erhalten jeweils einen Sitz.
Tischtuchgroßer Wahlzettel
Frankfurt hatte bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag den größten Wahlzettel in Hessen. Er maß 144 Zentimeter Länge und 60 Zentimeter Breite. Die Wahlberechtigten konnten bis zu 93 Kreuze setzen bei mehr als 1.100 Kandidaten.
Die Wahlbeteiligung lag bei 49,6 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren waren es 45,1 Prozent.