Die CDU-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern fordert von der Landesregierung mehr Investitionen in die Hafeninfrastruktur. Ostseehäfen und ihre Hinterlandanbindungen müssten stärker in den Fokus rücken, sagte der Fraktionsvorsitzende Daniel Peters. Häfen seien für Norddeutschland ein zentraler Standortfaktor und zugleich ein wichtiger Baustein für wirtschaftliche Stärke und nationale Sicherheit.
"Wenn wir den Norden als europäischen Logistik- und Handelsstandort stärken wollen, muss Mecklenburg-Vorpommern hier aktiver werden", sagte Peters nach einem Treffen der CDU-Fraktionschefs aus den norddeutschen Ländern.
Landesregierung soll Mittel aus Sondervermögen für Häfen nutzen
Laut einem gemeinsamen Beschlusspapier sollen die norddeutsche Verkehrsinfrastruktur durch gezielte Investitionen resilienter, sicherer und wettbewerbsfähiger sowie der Norden als Wirtschafts- und Lebensraum stärker vernetzt werden.
"Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das vor allem, seine Rolle als Ostsee- und Logistikstandort konsequent zu stärken", sagte Peters. Häfen, Verkehrsachsen und Hinterlandverbindungen seien entscheidend für wirtschaftliches Wachstum und internationale Handelsbeziehungen.
Andere Küstenländer nutzten das vom Bund bereitgestellte Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen zur Sanierung ihrer Häfen. "Mecklenburg-Vorpommern dagegen hat in seinem Investitionsprogramm von rund 1,9 Milliarden Euro bislang keinerlei Mittel für Häfen oder Hafeninfrastruktur vorgesehen", sagte der CDU-Fraktionschef. "Während andere Länder also ihre Häfen gezielt stärken, bleibt die Linkskoalition in Schwerin untätig und ruft nach zusätzlichen Mitteln aus dem Bundeshaushalt."