Die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern bekommen in diesem Jahr nach Angaben der Landesregierung knapp 20 Millionen Euro für neue Fahrzeuge und Gerätehäuser. „Wir haben entschieden, dass die Feuerwehren in diesem Jahr noch einmal 12,85 Millionen Euro für 36 neue Fahrzeuge und 6,63 Millionen für 9 weitere Gerätehäuser bekommen, alles aus Sonderbedarfszuweisungen“, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im Landtag an.
So sollen Perlin (Landkreis Nordwestmecklenburg) und Walkendorf (Landkreis Rostock) moderne Feuerwehrgerätehäuser erhalten. Die Feuerwehr Grambin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) bekomme ein neues Löschgruppenfahrzeug. Außerdem investiert die Landesregierung laut Schwesig 50 Millionen Euro in die Sanierung der Landesbrandschule in Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).
Modernisierungswelle nach Großbrand von Lübtheen
Die Regierungschefin verwies auf mehrere Programme zur Modernisierung der Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern. Nach dem verheerenden Großbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) im Sommer 2019 sei als unmittelbare Konsequenz das 50-Millionen-Programm für Feuerwehrfahrzeuge aufgelegt worden.
Damit hätten die Kommunen 310 neue Fahrzeuge für die Feuerwehren beschafft, sagte Schwesig. „Dazu kommen weitere 174 Feuerwehrfahrzeuge im Wert von knapp 31 Millionen Euro aus Sonderbedarfszuweisungen im Brandschutz.“
Derzeit laufe ein zweites Feuerwehrprogramm, mit dem Gerätehäuser modernisiert und neu gebaut werden. „In 58 Gemeinden sollen standardisierte Mustergerätehäuser gebaut werden. In 32 weiteren Gemeinden werden alte Gerätehäuser saniert oder neue gebaut.“