Parteitag
Linke zieht mit Oldenburg an der Spitze in den Wahlkampf

Bildungsministerin Simone Oldenburg ist Spitzenkandidatin der Linken für die anstehende Landtagswahl in MV im September. Foto: S
Bildungsministerin Simone Oldenburg ist Spitzenkandidatin der Linken für die anstehende Landtagswahl in MV im September. Foto
© Stefan Sauer/dpa
Die Linke in MV hat sich personell für den Wahlkampf aufgestellt und Simone Oldenburg auf Listenplatz eins gewählt. Die Bildungsministerin und Lehrerin rief zur Geschlossenheit auf.

Die Linke hat Bildungsministerin Simone Oldenburg zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September gekürt. Die 56-Jährige erhielt bei einem Parteitag in Rostock 79 von 114 gültigen Stimmen und erzielte damit ein Ergebnis von 69,3 Prozent. Gegenkandidaten gab es nicht. Die Linke regiert in Mecklenburg-Vorpommern seit 2021 mit der SPD. Oldenburg ist stellvertretende Ministerpräsidentin. 

Sie verwies in ihrer Rede auch auf ihre Großeltern, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gewesen seien. "Unser Land droht wieder Stück für Stück von Rechtsaußen zerfressen zu werden", warnte Oldenburg. Die Linke werde es nicht zulassen, dass sich der schrecklichste Teil der deutschen Geschichte wiederhole. Notwendig sei eine geschlossene Linke, die nicht zaudere und sich nicht wegducke, betonte sie. "Machen wir uns auf in einen überzeugenden, lebendigen und mutigen Wahlkampf."

Nach der Landtagswahl 2021 zogen neun Abgeordnete der Linken in den Schweriner Landtag ein. Damals erreichte die Partei 9,9 Prozent der Stimmen. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der "Ostsee-Zeitung" vom 19. Februar könnte die Linke bei der Wahl mit elf Prozent der Wählerstimmen rechnen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des NDR vom 27. Januar sah sie bei zwölf Prozent.

dpa