Grünkohlkönig
König Olaf Lies? Welche Ehre den Regierungschef erwartet

Olaf Lies (SPD) könnte bald Grünkohl-König werden. (Archivbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Olaf Lies (SPD) könnte bald Grünkohl-König werden. (Archivbild) Foto
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Schmidt, Kohl, Merkel - und bald auch Lies? Niedersachsens Regierungschef könnte einen Königstitel verliehen bekommen. Um welche Ehre es geht und welche Pflichten mit der Regentschaft einhergehen.

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) könnte bald einen Königstitel verliehen bekommen. Der Regierungschef gilt als aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Grünkohlkönigs, wie die Stadt Oldenburg mitteilte. Über die Regentschaft wird traditionell beim Grünkohlessen in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin entschieden.

Lies brachte sich als Grünkohlkönig schon in Stellung: Beim Festumzug des Kramermarkts Ende September saß der Regierungschef als Ehrengast neben Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) und dem amtierenden Grünkohlkönig Daniel Günther (CDU) in der Kutsche. Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins übergibt sein Amt beim Grünkohlessen in Berlin, zu dem Lies als Ehrengast sein Kommen angekündigt hat.

Traditionsreiche Veranstaltung in Berlin

Zum sogenannten "Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten" (auf Hochdeutsch: Deftiges Oldenburger Grünkohl-Essen) am 2. März werden in Berlin wieder zahlreiche Gäste erwartet. Letztlich muss das sogenannte Kurfürstenkollegium am Abend der Veranstaltung über die symbolische Kohlregentschaft entscheiden.

Nach Angaben der Stadt gibt es das Grünkohlessen seit 1956. Das Ziel der Tradition ist es, bei politischen Entscheidern für die Stadt und die Region Oldenburg zu werben. Die Ehre kam schon vielen Persönlichkeiten zuteil - unter ihnen auch Helmut Schmidt (SPD), Helmut Kohl und Angela Merkel (beide CDU).

Zu den ungeschriebenen Pflichten des Kohlkönigs gehört, während der einjährigen Amtszeit mindestens einmal die Stadt Oldenburg und ihre Bürgerinnen und Bürger zu besuchen. Für Lies dürfte das kein Problem sein: Er wohnt ganz in der Nähe und kennt die Stadt gut.

dpa

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