Mehr als 16 Jahre nach einem tödlichen Gewaltverbrechen an einem Mann aus Köln hat die Polizei einen neuen Tatverdächtigen festgenommen. Das teilten die Ermittler mit. In dem Fall geht es um Totschlag an einem damals 43-Jährigen. Er wurde 2010 in Leverkusen tot neben einer Leitplanke gefunden, verpackt in einer Plastikmülltüte. Eine Obduktion ergab, dass der Mann durch Schläge gegen den Kopf gestorben war.
Die Ermittler werfen dem nun Festgenommenen vor, an der damaligen Tat beteiligt gewesen zu sein. Der 60-Jährige sei am vergangenen Samstag bei der Einreise aus Österreich in der Nähe von Ruhstorf in Bayern in eine Grenzkontrolle geraten. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass der Mann per Untersuchungshaftbefehl aus Köln gesucht wurde. Bundespolizisten nahmen ihn daraufhin fest.
Dritter Beschuldigter
Der Fall um die Leiche in Leverkusen hatte eigentlich jahrelang als unaufgeklärt gegolten. 2022 allerdings rollte ihn die Ermittlungsgruppe "Cold Cases" der Kölner Polizei mit modernen kriminaltechnischen Mitteln neu auf. 2024 nahmen Polizisten einen damals 45-Jährigen in den Niederlanden fest, der allerdings später wieder entlassen wurde, da die Voraussetzungen für die Untersuchungshaft nicht mehr vorlagen. Ein weiterer Tatverdächtiger war zwischenzeitlich gestorben.
Bei dem 60-Jährigen handelt es sich nun um den dritten Beschuldigten. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern nach Angaben der Beamten aber weiterhin an.