Ein Warnstreik im Nahverkehr hat am Montag in einigen Städten Nordrhein-Westfalens zu Ausfällen oder Verspätungen von Bussen und Bahnen geführt. In Gelsenkirchen seien die Einschränkungen massiv, teilte das dort tätige Verkehrsunternehmen Bogestra mit. In Dortmund und Schwerte fuhren keine Stadtbahnen und Busse, teilte das Unternehmen DSW21 mit. Auch in Köln gab es Einschränkungen, diese aber nur in einem Teil des Stadtgebiets.
Der Streiktag verlaufe nach Plan, hieß es von Verdi. Beschäftigte in 19 Verkehrsunternehmen seien zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Darunter seien auch Unternehmen in Wuppertal, Mönchengladbach, Krefeld, Castrop-Rauxel, Herne, Bottrop, Oberhausen, Dortmund und Bielefeld.
Im Vergleich zu vorigen Warnstreiks im laufenden Tarifkonflikt, bei denen mehr als 30 Firmen betroffen waren, hielten sich die Auswirkungen in Grenzen. Am Dienstag startet die dritte Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag im Nahverkehr. "Es ist das letzte Signal der Beschäftigten an die Arbeitgeber, dass sie in der Verhandlungsrunde ein tragfähiges Angebot erwarten." Sollte das nicht kommen, könnte sich die Intensität der Arbeitsniederlegungen erhöhen, warnte der Gewerkschafter.
Auslöser für die Warnstreiks, die schon in den vergangenen Tagen den Nahverkehr in diversen Städten betrafen, ist der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr. Dabei geht es um die Arbeitsbedingungen von etwa 30.000 Beschäftigten in mehr als 30 Nahverkehrsbetrieben in NRW. In zwei Verhandlungsrunden ist bislang keine Einigung erzielt worden.