Unwettergefahr Ein letztes Winterwochenende - dann droht Glatteis

Noch ein letztes Mal Schlittenfahren, bevor die Warmfront kommt. Foto: Benjamin Westhoff/dpa
Noch ein letztes Mal Schlittenfahren, bevor die Warmfront kommt. Foto
© Benjamin Westhoff/dpa
Zum Wochenstart könnte fast überall in NRW Regen auf die eiskalten Böden fallen. Vor allem Pendler im Berufsverkehr am Montagmorgen müssen wohl aufpassen.

Noch einmal Schlittenfahren am vorerst letzten Winter-Wochenende - dann kommt ein gefährlicher Wettermix nach Nordrhein-Westfalen. Nach frostigen Temperaturen am Samstag und Sonntag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nacht zum Montag mit gefrierendem Regen. Im Berufsverkehr könnte es dann sehr glatt werden. Die Situation habe Unwetter-Potenzial, schrieb der DWD.

Die Meteorologen erwarten am Sonntag noch einmal eiskalte Temperaturen. In der Nacht zum Montag könnten die Werte auf minus 4 bis minus 8 Grad sinken, in Hochlagen von NRW seien sogar minus 11 Grad möglich. Kurz danach ziehe von Westen eine Warmfront heran und bringe teils starken Regen. Auf den eiskalten Böden könne der Regen schnell gefrieren. "Das kann durchaus gefährlich werden", sagte eine Meteorologin in Essen.

Ministerium prüft Auswirkungen auf Schulunterricht

In welcher Region des Landes die Situation besonders kritisch werde, sei noch sehr unsicher. Für den Niederrhein schätzen die DWD-Experten die Gefahr am geringsten ein. In der Eifel, im Bergischen Land sowie in der westfälischen Landeshälfte sei das Unwetter-Potenzial aber hoch.

Inwiefern die Glatteis-Lage Auswirkungen auf die Schulen in NRW hat, werde noch geprüft, hieß es aus dem Schulministerium. Glatteis ist laut dem Unwetter-Erlass des Ministeriums ausdrücklich als Grund dafür vorgesehen, Schülerinnen und Schüler in den Distanzunterricht zu schicken.

Perfekte Wintersportverhältnisse im Sauerland

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Am Samstag hatte Sturmtief "Elli" noch einmal einigen neuen Schnee gebracht. Vor allem in den Höhenlagen im Sauerland, Bergischen Land und Eifel gab es Neuschnee. Sehr zur Freude der Wintersportler: Im Sauerland waren nach Angaben der Wintersport-Arena so gut wie alle Skilifte in Betrieb - auch die kleineren, die über keine Schneekanonen verfügen und deshalb nur bei genügend Naturschnee öffnen.

Auch Loipen für Langläufer waren im Sauerland auf einer Länge von mehr als 300 Kilometern gespurt.

Weiterhin große Probleme bei der Bahn

Auf den Straßen und vor allem im Zugverkehr kam es hingegen weiterhin zu Beeinträchtigungen. Bei der Bahn rollte der in Norddeutschland seit Freitag ausgesetzte Fernverkehr ab Samstagmittag nur sehr langsam wieder an - weiterhin gab es große Einschränkungen, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

So soll etwa auf der wichtigen Ost-West-Verbindung von Berlin und Hannover ins Ruhrgebiet und nach Köln voraussichtlich noch bis Sonntag der Bahnverkehr ausfallen. Züge von Hamburg über Bremen nach NRW fuhren am Samstag allerdings wieder. "Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können", riet die Bahn. 

Auf den ICE-Strecken von Nordrhein-Westfalen in Richtung Süden hat die Bahn die Höchstgeschwindigkeiten reduziert. Dadurch kommt es etwa von Köln in Richtung Frankfurt zu Verspätungen.

dpa

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