Ermittlungsarbeit Mit dem Deepfake Detector gegen manipulierte Bilder

Rheinland-Pfalz stärkt die digitale Ermittlungsarbeit der Polizei. Foto: Hannes P. Albert/dpa
Rheinland-Pfalz stärkt die digitale Ermittlungsarbeit der Polizei. Foto
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Die Schwemme an manipulierten Bildern im Netz erschwert die Arbeit der Polizei massiv. Mit Hilfe von KI wollen die Ermittler schneller Klarheit bekommen.

Die rheinland-pfälzische Polizei verstärkt ihren Kampf gegen manipulierte Bilder von Kriminellen. Mit einer gezielt für die Arbeit der Ermittler konzipierten Künstlichen Intelligenz (KI) soll es bei der Sichtung und Analyse auch von großen Bilddatenbeständen Unterstützung für das Erkennen der Fälschungen geben, sagte Innenminister Michael Ebling (SPD) in Mainz bei der Präsentation eines sogenannten Deepfake Detectors. 

Die endgültige Entscheidung und Verantwortung bleibe aber bei den Ermittlerinnen und Ermittlern. Die KI nehme die Ermittlungsarbeit nicht ab, sondern mache sie effizienter, erklärte der Innenminister. 

Pilotbetrieb ab März 

Digitale Bildmanipulation bei kriminellen Taten nähmen rasant zu, sagte Ebling. Sie werde genutzt, um Menschen zu diskreditieren, Straftaten zu verschleiern, falsche Beweise zu erzeugen und extremistische Propaganda zu verbreiten. Gerade in der sexualisierten und politisch motivierten Kriminalität seien die Ermittler immer mehr damit konfrontiert. 

Ab März dieses Jahres sei ein Pilotbetrieb des Deepfake Detectors im Polizeipräsidium Rheinpfalz vorgesehen, kündigte der Präsident des Landeskriminalamts (LKA), Mario Germano, an. Ziel sei, die Eigenentwicklung des LKA und des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik möglichst schnell allen Ermittlerinnen und Ermittlern für ihre Arbeit zugänglich zu machen.

dpa

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