Grönland Vizekanzler: "Wir dürfen uns nicht erpressen lassen"

Klingbeil sagte, man lasse sich nicht provozieren. Foto: Soeren Stache/dpa
Klingbeil sagte, man lasse sich nicht provozieren. Foto
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Anfang der Woche, war Lars Klingbeil noch in den USA, jetzt will er eine klare Botschaft in das Land schicken. Deutschland lasse sich in der Grönland-Politik nicht erpressen - auch nicht von Trump.

Deutschland darf sich nach Ansicht von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) von der Grönland-Politik der USA nicht einschüchtern lassen. "Wir dürfen uns nicht erpressen lassen von dem, was da gerade passiert", sagte der SPD-Vorsitzende beim Neujahrsempfang des rheinland-pfälzischen SPD-Kreisverbands Altenkirchen in Daaden.

Den Weg, den US-Präsident Donald Trump einschlage, könne man nicht mitgehen. "Wir lassen uns nicht einschüchtern, nicht mit Zöllen, nicht mit Worten, nicht mit Drohungen. Da müssen wir klar sein, unaufgeregt, aber klar", sagte Klingbeil einen Tag nach Trumps Zoll-Ankündigung gegen Länder, die wie Deutschland Soldaten zu einer Erkundungsmission für ein gemeinsames Manöver nach Grönland geschickt haben.

Klingbeil: Wird europäische Antwort geben

Er und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seien sich in dieser Frage sehr einig, sagte der Finanzminister. "Wir sind in enger Absprache in der Bundesregierung. Wir stimmen uns gerade sehr eng mit den europäischen Partnern ab. Und es wird eine europäische Antwort geben auf diese Drohung und auf diese Ankündigung gestern", fügte er hinzu. "Hier ist eine Grenze erreicht."

Trump hatte am Samstag unter Verweis auf den Konflikt um Grönland ab Februar zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten angekündigt – alles Nato-Länder. Die gestaffelten Zölle sollten so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf Truth Social.

dpa