Iran 1.300 Menschen demonstrieren in Berlin gegen Irans Regime

Am Sonntag demonstrieren erneut Menschen gegen die Regierung im Iran (Foto von Samstag) Foto: Annette Riedl/dpa
Am Sonntag demonstrieren erneut Menschen gegen die Regierung im Iran (Foto von Samstag) Foto
© Annette Riedl/dpa
Mit Transparenten und lauten Rufen ziehen mehr als tausend Menschen durch Berlin. Ihr Anliegen: Solidarität mit Irans Bevölkerung und Protest gegen politische Unterdrückung.

Mehr als tausend Menschen haben in Berlin gegen die Regierung im Iran und für Solidarität mit den Menschen demonstriert. 1.300 Demonstranten nahmen der Polizei zufolge an dem Zug vom Brandenburger Tor zum Roten Rathaus teil. Aufgerufen hatten nach Angaben der Veranstalter mehr als 20 Verbände und Initiativen. Darunter waren auch Amnesty International und die Partei Die Linke. 

Mit der Demonstration reagiere man auf die Proteste und Streik im Iran gegen die politische Unterdrückung und wirtschaftliche Not, hieß es in dem Aufruf. "Die Botschaft der Protestierenden ist eindeutig: Nieder mit dem Diktator. Nein zu Bomben und jeglicher militärischer Aggression." 

Eine Sprecherin der Veranstalter erklärte weiter: "Die Islamische Republik löscht das Licht, um Gewalt auszuüben. Umso lauter müssen wir sein als ihre Dunkelheit, damit die Stimmen der Menschen im Iran nicht verschwinden." Kritisiert wurde dabei auch die Politik der Bundesregierung, weil Abschiebung von Flüchtlingen in der aktuellen Lage eine konkrete Lebensgefahr für sie bedeute. 

13.000 protestierten in Hamburg

An einer großen Demonstration in Hamburg mit dem Motto "Nein zur Islamischen Republik Iran" hatten am Samstag laut Polizei 13.000 Menschen teilgenommen. 

Bei den Massenprotesten im Iran sollen nach Informationen der Zeitung "The Sunday Times" 16.500 bis 18.000 Menschen getötet worden sein. Mitarbeiter in 8 großen Augenkliniken und 16 Notaufnahmen im Land hätten die Zahlen zusammengestellt. Demnach sollen weitere Hunderttausende Menschen verletzt worden sein. Irans oberster Führer Ali Chamenei hatte am Samstag erstmals eingeräumt, dass es Tausende Tote während der Proteste gegeben habe.

dpa