Nordische Kombination Nach Ausschluss: Armbruster feiert starkes Kombi-Comeback

Nathalie Armbruster ist in Oberhof die beste deutsche Kombiniererin. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Nathalie Armbruster ist in Oberhof die beste deutsche Kombiniererin. Foto
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Nach ihrer Disqualifikation meldet sich Kombiniererin Armbruster mit Podestplätzen zurück. Sie erklärt den besonderen Stellenwert ihrer Leistung. Auch ein männlicher Kollege kann sich freuen.

Die am vergangenen Wochenende noch disqualifizierte Nathalie Armbruster hat ein starkes Comeback in der Nordischen Kombination gezeigt. Die 20-Jährige ließ ihrem zweiten Rang am Samstag einen weiteren Podestplatz beim Heimspiel in Oberhof folgen.

Armbruster musste sich auf Rang drei nur der norwegischen Dauersiegerin Ida Marie Hagen sowie der zweitplatzierten Finnin Minja Korhonen geschlagen geben. Für Hagen war es der 25. Sieg im Einzel-Weltcup. Keine Kombiniererin schaffte das öfter.

Bei den Männern sorgte Julian Schmid für einen gelungenen Abschluss des Wochenendes in Thüringen. Der 26 Jahre alte Oberstdorfer zeigte ein starkes Langlaufrennen über zehn Kilometer und sicherte sich nach Platz 14 im Skispringen im Schlussspurt Platz drei.

Armbruster berichtet von schwerer Erfahrung

Armbruster hatte nach dem Springen auf Rang vier gelegen. Wie Schmid spielte sie im entscheidenden Rennen ihre Laufstärke aus. "Hut ab vor Nathalie. Sie ist das taktisch clever gelaufen", sagte Bundestrainer Florian Aichinger im ZDF.

Tags zuvor hatte Armbruster noch mit Tränen in den Augen von einer harten Erfahrung berichtet. "Das Ende des letzten Wochenendes war nicht leicht für mich. Es hat mich sehr, sehr, sehr viel Energie gekostet", hatte Armbruster gesagt.

Am vergangenen Wochenende war die Gesamtweltcupsiegerin im estnischen Otepää beim Skispringen aus dem Wettbewerb genommen worden, weil ihr Anzug nicht regelkonform war.

Zwei Brüder bei den Männern vorn

Ihr zweiter Platz vom Samstag hatte nun einen besonderen Stellenwert. "Es war so, so wichtig - speziell nach dem letzten Sonntag. Ich würde so viel zu erzählen haben. Aber ich denke, ich muss ein bisschen warten, bis ich die Wahrheit sagen kann", sagte Armbruster.

Wie bei den Frauen dominierte auch bei den Männern Norwegen. Jens Luraas Oftebro gewann zweimal. Zum Abschluss lief er direkt vor seinem Bruder Einar Luraas Oftebro ins Ziel.

dpa

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