Sie unterhöhlen Gehwege, dringen in Häuser ein und legen das Internet lahm: Ameisen der Art Tapinoma magnum breiten sich in Deutschland aus. Im Saarland ist die Große Drüsenameise nach Kenntnis der saarländischen Landesregierung 2024 in Saarlouis "mehrmals und in großer Zahl" nachgewiesen worden.
Weitere Nachweise über DNA-Abgleich seien nicht bekannt, teilte die Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Abgeordneten Petra Fretter mit. Nach dem Nachweis in Saarlouis habe die Regierung Kontakt mit den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg aufgenommen. "Ein Austausch findet statt."
Es gebe demnach erste Gespräche über eine mögliche Einrichtung einer Anlaufstelle und über eine Zusammenarbeit mit den Nachbarländern, hieß es in der Antwort. Die Ameisenart, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, hat auch schon in Rheinland-Pfalz und vor allem in Baden-Württemberg für Schlagzeilen gesorgt.
Im Saarland keine großen Schadensbilder bekannt
Diese Ameisenart sorge überwiegend für Probleme im Bereich der Infrastruktur, wie das Absacken von Gehwegen, Straßen, Gebäuden oder Schäden an elektrischen Anlagen. Im Saarland seien keine großen Schäden bekannt, die die Große Drüsenameise verursacht habe.
Für die Bestimmung der Tierart könnten Betroffene sich an das Zentrum für Biodokumentation wenden. Von dort werde zur zweifelsfreien Bestimmung über einen DNA-Abgleich ein Spezialist einbezogen. Grundsätzlich sei in Verdachtsfällen schnelles Handeln notwendig, hieß es.