Wegen der teils kontroversen Debatten über den Klimawandel gibt es eine Verunsicherung unter den Forstleuten in Rheinland-Pfalz. Diese würden damit konfrontiert, dass ihr Erfahrungswissen und die Wahrnehmung als Waldexpertinnen und -experte von Teilen der Öffentlichkeit in Zweifel gestellt werde, sagte Ulrich Matthes, Leiter der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Mainz.
Unverzichtbar sei deshalb, die Unsicherheiten bei den Menschen offen zu thematisieren, mit den kritischen Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zu treten und die Kommunikation insgesamt zu verbessern. Neben Fortbildungen und Handreichungen für die Forstleute gehe es dabei auch um Dialogformate und einen Leitfaden für Waldführungen zum Klimawandel, erklärte Matthes bei der Präsentation des Forschungsprogramms Klimawald 2100.
Anfeindungen wie bei Polizei oder Rettungsdiensten gebe es nicht, vereinzelt aber Fälle von Sachbeschädigung oder persönlicher Kritik an Revierleitungen.
Bei dem Forschungsprogramm geht es vorrangig um vier Themengebiete: den Wasserrückhalt, den Umgang mit Buchen, die Artenvielfalt auf Störungsflächen sowie die Kommunikation über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald.