In den Filialen der Bundesbank in Sachsen und Thüringen ist im vergangenen Jahr etwas weniger Deutsche Mark in Euro gewechselt worden als ein Jahr zuvor. Umgetauscht wurden Scheine und Münzen der alten Währung im Gesamtwert von mehr als 1,7 Millionen D-Mark, wie die Bundesbank auf Anfrage mitteilte. Im Jahr 2024 waren es rund 1,8 Millionen D-Mark.
Zwar löste das Euro-Bargeld zum 1. Januar 2002 die nationale Währung ab. Dennoch tauchen auch mehr als zwei Jahrzehnte später immer wieder Bestände der alten Währung auf.
Warum vergleichsweise wenig D-Mark umgetauscht wird
Im bundesweiten Vergleich fällt der Umfang der Umtauschbeträge in Sachsen und Thüringen allerdings vergleichsweise gering aus. Ein Grund dafür dürfte unter anderem in der unterschiedlichen Vermögensgeschichte liegen. Anders als in vielen westdeutschen Bundesländern konnten in der DDR über Jahrzehnte hinweg kaum private Geldvermögen in D-Mark aufgebaut werden. Entsprechend gibt es heute auch weniger Erbbestände mit größeren Bargeldsummen aus der Zeit vor der Euro-Einführung.
Für die im Jahr 2025 in Sachsen und Thüringen eingereichten D-Mark-Bestände zahlte die Bundesbank einen Gegenwert von knapp 889.000 Euro aus. Maßgeblich ist dabei weiterhin der zur Euro-Einführung festgelegte Umrechnungskurs von 1,95583 D-Mark für einen Euro.
Bundesweit wurden im vergangenen Jahr rund 53,1 Millionen D-Mark bei der Bundesbank eingereicht – nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Deutschland gehört zu den wenigen Ländern im Euroraum, in denen sowohl Banknoten als auch Münzen der früheren Landeswährung zeitlich unbegrenzt umgetauscht werden können.