Der 1. FC Magdeburg hat in der 2. Bundesliga einen wichtigen Sieg gefeiert. Bei der SpVgg Greuther Fürth gewannen die Elbestädter in einer spektakulären Partie vor 11.061 Zuschauern mit 5:4 (5:3). Trotz einer 5:1-Führung mussten sie dabei aber bis zum Schluss zittern.
Reno Münz (13./Eigentor), Mateusz Zukowski (15., 29., 32.) und Rayan Ghrieb (23.) trafen für den FCM, Brynjar Ingi Bjarnason (8.), Doni Arifi (43.), Jan Elvedi (45.+5) und Sayfallah Ltaief (47.) für die Gastgeber. Mit 23 Punkten klettert der FCM vorerst auf Rang 13.
"Ich bin froh, dass die Mannschaft am Ende so aufgetreten ist und für die Spieler, die vermeintlich Schuld an den Gegentoren sind, eingestanden ist", sagte Trainer Petrik Sander. "Du kassierst dreimal das gleiche Tor. Und dann wird es schwer nach dem 5:1. Wir haben es dann nach dem 5:4 seriös hinter uns gebracht", erklärte Außenbahnspieler Alexander Nollenberger.
FCM dreht nach Rückstand auf
Beim FCM kehrte Jean Hugonet erstmals nach seiner Verletzungspause in die Startelf zurück, dazu setzte Sander auf Rechtsaußen auf Ghrieb. Die Gastgeber kamen besser in die Partie und gingen nach einer Ecke durch Bjarnason in Führung, weil FCM-Torwart Dominik Reimann am Ball vorbeifaustete. Der FCM mühte sich ins Spiel und hatte zunächst Glück, dass ein Versuch von Ghrieb unhaltbar von Reno Münz zur Bogenlampe abgefälscht im Fürther Kasten einschlug.
Danach drehte Magdeburg jedoch auf, erzielte binnen zwanzig Minuten vier weitere Treffer. Mateusz Zukowski traf dreimal, weil die Elbestädter nach Ballgewinnen immer wieder schnell umschalteten. Ganz k.o. gingen die Gastgeber aber nicht, weil der FCM bei Ecken weiter keinen Zugriff hatte: Erst köpfte Arifi ein, dann traf Elvedi aus dem Gewühl.
Magdeburger Standardschwächen bringen Fürth zurück
Die Magdeburger Verunsicherung setzte sich nach der Pause fort - nach Ballverlust von Atik überlupfte Ltaief Reimann zum frühen Anschlusstreffer. Die Gäste hatten Fürth so endgültig in die Partie zurückgeholt. Anschließend verflachte die Partie immer mehr, lebte nur noch von der Frage, ob einem Team noch ein Treffer gelingen würde. Magdeburg rettete am Ende den Sieg über die Zeit - Reimann fing einen Eckball kurz vor der Linie ab. Kurios: Schon das Hinspiel hatte das Auswärtsteam mit 5:4 für sich entschieden.