Überraschung für das Pflegeteam: Am 15. April hat ein Kronenmaki im Zoo Dresden Nachwuchs bekommen. Äußerlich sei ihr nicht anzusehen gewesen, dass sie trächtig war, teilte der Zoo Dresden mit. Ein erhöhtes Körpergewicht war erst als etwas Übergewicht gedeutet worden.
"Das Jungtier kam ohne Komplikationen zur Welt, und Mutter Amalia kümmert sich bislang sehr aufmerksam um ihren Nachwuchs", so der Zoo. Die winzigen Kronenmaki-Jungtiere selbst wiegen bei der Geburt meist zwischen 60 und 70 Gramm. Auf Bildern ist zu sehen, wie sich der Nachwuchs an seine Mutter klammert und sich fest in ihr Fell kuschelt.
Wahrscheinlicher Vater des Jungtiers tot
Überraschend war die Geburt auch, weil das Weibchen erst am 9. Februar aus einem Zoo in Polen nach Dresden gekommen war, nachdem sein Partner-Männchen in Polen Anfang des Jahres gestorben war. In Anbetracht einer Tragezeit von etwa 125 Tagen dürfte es sich laut Zoo bei dem gestorbenen Tier um den Vater des nun geborenen Makis handeln.
Bedrohte Art
Der neue Männchen-Partner in Dresden zeige sich aber ruhig und entspannt im Umgang mit Mutter und Nachwuchs. Mit dem Männchen verstehe sich das Weibchen gut. "Seit dem ersten Tag der Begegnung sind die beiden unzertrennlich und sehr harmonisch miteinander", hieß es beim Zoo.
Die Geburt bewertet der Zoo als Zuchterfolg. Sie gebe Hoffnung für die stark bedrohten Kronenmakis. Die zur Familie der Lemuren gehörenden etwa katzengroße Tiere kommen in der Natur im Inselstaat Madagaskar vor.