Weltwassertag
Sachsen rüstet Wasserversorgung gegen Wetterextreme auf

6,7 Millionen Euro für sichere Wasserversorgung in Sachsen. (Symbolbild) Foto: Hendrik Schmidt/dpa
6,7 Millionen Euro für sichere Wasserversorgung in Sachsen. (Symbolbild) Foto
© Hendrik Schmidt/dpa
Wie Sachsen auf Wetterextreme und steigenden Wasserbedarf reagiert: Ein neues Konzept soll Versorgung und Umweltschutz zukunftssicher machen.

Sachsen Umweltminister hat zum Weltwassertag auf die besonderen Herausforderungen für das Wassermanagement hingewiesen. Die kostbare Ressource müsse nachhaltig geschützt und der Umgang mit den verfügbaren Vorkommen zukunftssicher und krisenfest gestaltet werden, betonte Georg-Ludwig von Breitenbuch beim Besuch der Talsperre Gottleuba. "Das ist angesichts häufiger auftretender Wetterextreme und wachsender Nutzungsinteressen die Aufgabe der Stunde", sagte der CDU-Politiker.

Herausforderung durch Hochwasser, Starkregen und Dürreperioden 

2024 hatte die Staatsregierung das Handlungsprogramm "Zukunft Wasser für Sachsen" beschlossen. Dies berücksichtigt die Herausforderungen durch Hochwasser, Starkregen und Dürreperioden verbunden mit großer Hitze ebenso wie den steigenden Wasserbedarf durch Industrie, Tourismus und in den Bergbaufolgeregionen.

Zudem werde derzeit ein Konzept zum Niedrigwasserrisikomanagement erarbeitet. Dieses nimmt den prognostizierten Rückgang des Wasserangebots bei gleichzeitig steigenden Anforderungen aus der Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Bevölkerung in den Blick. Darin vorgesehen sind unter anderem der Aufbau einer webbasierten Dürre- und Niedrigwasserrisikoplattform sowie die Schaffung methodischer Grundlagen für den Wasserrückhalt in der Fläche. Das Konzept soll in diesem Jahr abgeschlossen und die Maßnahmen sollen anschließend umgesetzt werden, betonte der Minister.

6,7 Millionen Euro Bundesmittel für Wasserversorgung genehmigt

Für eine sichere Wasserversorgung in Sachsen hatte die Landesdirektion Sachsen (LDS) in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 6,7 Millionen Euro Bundesmittel genehmigt. Ziel ist es, mit den bewilligten Geldern aus dem Wassersicherstellungsgesetz die Versorgungssicherheit auch im Katastrophenzeiten abzusichern, wie die LDS mitteilte.

Mit den Geldern wurden alte Rohwasserfassungen instand gesetzt, Notstromversorgungen für Einzelanlagen aufgebaut und Wassertransportanhänger angeschafft. "Gerade in Katastrophenfällen ist eine verlässliche Wasserversorgung lebenswichtig – sie sichert die Grundversorgung der Bevölkerung", sagte LDS-Präsident Béla Bélafi. Neben der sicheren Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft müsse auch der Umweltschutz der Gewässer gewährleistet werden.

dpa