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Asthma: Hoffnung für Allergiker

Mit Hilfe körpereigener Stoffe versuchen Berliner Forscher dem allergischen Asthma den Garaus zu machen - ein Aerosol-Spray könnte in fünf bis zehn Jahren erhältlich sein.

Berliner Wissenschaftler haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von allergischem Asthma gefunden. "Dabei wollen wir Zellen ausschalten, die eine Entzündung in der Lunge hervorrufen und in Gang halten", sagte Forscherin Katja Beier vom Charité Campus Virchow-Klinikum der DPA. Ein körpereigener Stoff, der bei Asthma eine Rolle spielt, soll mittels eines Inhalations-Sprays gezielt bekämpft werden. Für ihre Arbeit erhielt die 31-jährige Medizinerin ein Stipendium der Nürnberger Novartis-Stiftung.

Allergisches Asthma entsteht durch eine übertriebene Reaktion des Immunsystems auf Stoffe, die eigentlich harmlos sind. Die T-Zellen des Menschen erkennen diese Stoffe fälschlicherweise als Feind an und aktivieren andere Zellen für den Angriff. Dadurch entsteht eine Entzündung, die kleinen Atemwege verengen sich, und die Patienten bekommen Probleme beim Atmen.

"Es gibt einen Marker, der von den aktivierten T-Zellen produziert wird", sagte Beier. Dieses Molekül namens ICOS sitze auf der Oberfläche der Zellen und gebe Signale, die zur Entzündung in den Atemwegen führten. In dem Spray soll ein spezieller Antikörper enthalten sein, der sich auf dieses Molekül auf den T-Zellen "draufsetze". Danach sollen diese abgebaut werden.

Die Erkenntnisse Beiers und ihrer Kollegen stammen aus Versuchen mit Mäusen. Bis zur Anwendung solch einer Therapie beim Menschen werde es vermutlich noch fünf bis zehn Jahre dauern, sagte Beier.

DPA
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