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Microsoft-Gründer Bill Gates appelliert an Corona-Uneinsichtige: "Lassen Sie Ihre Familie nicht der letzte Todesfall sein"

Bill Gates kritisiert den Umgang mit Corona-Tests in den Vereinigten Staaten
Bill Gates äußert sich optimistisch zu Impfstoffen gegen das Coronavirus
© JEFF PACHOUD / AFP
Bill Gates hat sich schon häufig zur Corona-Pandemie zu Wort gemeldet. In einem Interview äußert sich der Microsoft-Mitgründer nun zu der Entwicklung der Impfstoffe, die ihn zuversichtlich stimmt.

Weltweit haben sich laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 58 Millionen Menschen nachgewiesenermaßen mit dem Coronavirus infiziert, über 1,3 Millionen davon sind an den Folgen der Krankheit Covid-19 gestorben. Viele Länder stecken derzeit mitten in einer zweiten Welle, trotz regionaler Lockdowns steigen die Todeszahlen rasant an.

Umso größer sind deshalb die Hoffnungen auf einen Impfstoff. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. "Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen". In den USA soll es sogar noch schneller losgehen, spätestens am 11. Dezember könnten die massenhaften Impfungen beginnen.

Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sollen laut Angaben der Hersteller eine Wirksamkeit von weit über 90 Prozent haben. Astrazeneca teilte nun mit, dass der eigenentwickelte Impfstoff eine Wirksamkeit von mehr als 70 Prozent besitzt.

Bill Gates glaubt an hohe Impfstoff-Quote

Bill Gates, Microsoft-Mitbegründer und Vorsitzender der Bill & Melinda Gates Foundation, hat viele Impfstoffentwicklungen unterstützt. In einem Interview erklärte er nun, er sei optimistisch in Bezug auf die Entwicklung von Coronavirus-Impfstoffen. Nicht nur jene, die derzeit die Schlagzeilen beherrschen, werden helfen die Pandemie zu bekämpfen, sondern auch andere. "Fast alle Impfstoffe werden funktionieren und eine sehr hohe Wirksamkeit haben", sagte Gates am Sonntag in einem Interview mit CNN's Fareed Zakaria. "Ich bin optimistisch, dass sie sich bis Februar mit großer Wahrscheinlichkeit alle als sehr wirksam und sicher erweisen werden".

Sein Zusatz "bis Februar" deutet jedoch bereits an, dass die Welt noch nicht aus dem Gröbsten raus ist. Denn bis genug Impfstoffe zugelassen, produziert und verteilt sind, wird es noch Monate dauern. Der Winter wird deshalb hart und weiter von Einschränkungen geprägt sein. "Wir sollten uns über die nächsten sechs Monate große Sorgen machen", erklärte Gates. In den USA könnten die Todeszahlen auf mehr als 2000 Fälle am Tag emporschnellen, befürchtet er. Eine große Herausforderung werde zudem die Logistik der Impfstoffe, aber dieses Problem werden die Firmen und Regierungen lösen, davon ist er überzeugt.

Masken und Abstände bleiben entscheidend

Mit der Zeit werde man 70 Prozent und mehr der Menschen geimpft haben, "das brauchen wir, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen." Um seinen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten, werde er das anstehende Thanksgiving-Essen - traditionell einer der wichtigsten Feiertage in den USA - klein halten und lediglich eine Videoverbindung mit nicht anwesenden Familienmitgliedern einrichten. Er forderte in dem Interview die Amerikaner erneut dazu auf, Masken zu tragen und Abstände zu wahren.

Und dann appellierte er an die Corona-Uneinsichtigen: "Riskieren Sie nicht, dass Ihre Familie zu den letzten Todesfällen dieser Pandemie gehört." Ab Frühjahr werden die Impfstoffe die Zahlen der täglichen Todesfälle spürbar drücken, ist er überzeugt.

Quelle:"CNN"

cf

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