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Chinesische Medizin: Akupunktur hilft bei Depression

Kürzlich bewies eine groß angelegte Studie die Wirksamkeit von Akupunktur bei Kopfschmerz und Migräne. Auch bei leichten Depressionen könnte sie standardmäßig zum Einsatz kommen.

Akupunktur hilft nach Angaben von Fachärzten auch bei Depression. "Die Patienten sind entspannter, haben weniger Angst, fühlen sich ausgeglichener, der Schlaf verbessert sich", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, Helmut Rüdinger, am Samstag in Düren. Während die Behandlung mit den Nadeln in der Schmerztherapie zunehmend von den Krankenkassen bezahlt werde, müsse der psychisch kranke Patient die Behandlung jedoch weitgehend selbst tragen.

Zwölf Behandlungen könnten schon helfen

Beim Setzen der Nadeln schütte der Körper das Glückshormon Endorphin aus. Außerdem werde das vegetative Nervensystem beeinflusst. "Die Muskeln entspannen sich, die Atmung ist ruhiger und das Herz schlägt langsamer", sagte Rüdinger bei einer Tagung der Ärztegesellschaft in den Rheinischen Kliniken Düren. Akupunktur ist ein Naturheilverfahren und reicht vermutlich bis auf das 3. Jahrtausend vor Christus zurück, als in China diese Heilmethode gebräuchlich wurde.

Bei Menschen mit leichteren Depressionen, wie etwa den so genannten Herbstdepressionen, könnten zwölf Behandlungen helfen, sagte der Arzt. Niedergeschlagenheit und Grübeln würden deutlich abgeschwächt, der Antrieb komme wieder. Die Wirkung halte manchmal sehr lange an. Bei mittelschweren Depressionen mit vermehrten Selbstmordgedanken, großer Angst und eingeschränkter Arbeitsfähigkeit könne Akupunktur die Beschwerden abschwächen.

DPA

So funktioniert die Akupunktur

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