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Streit um Corona-Impfung Eltern lehnen geimpfte Blutspender für ihren Sohn ab – Gericht entzieht ihnen das Sorgerecht

Ein kleiner Junge liegt in einem Krankenhausbett
Die Eltern hatten wohl der Klinik eine Liste mit freiwilligen Blutspendern vorgelegt, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind (Symbolbild)
© FrankyDeMeyer / Getty Images
Obwohl ihr Sohn auf die Herz-OP angewiesen ist, wollten ihn seine Eltern nicht operieren lassen. Der Grund: Sie forderten Blutkonserven von nicht gegen Corona geimpften Spendern. Ein Jugendgericht hat ihnen nun das Sorgerecht entzogen.

Im Streit um eine Bluttransfusion während einer notwendigen Herz-OP für ein Kind hat ein Jugendgericht in Italien den Eltern einstweilig das Sorgerecht entzogen. Zuvor wollten sie dem Eingriff nicht zustimmen, wenn ihnen die Klinik in Bologna nicht zusichere, dass ihr zweijähriger Sohn im Falle einer Transfusion das Blut von einem Corona-Ungeimpften erhalte. Als Vormund wurde der zuständige Sozialdienst eingesetzt, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag berichtete. Der Eingriff könnte damit in den kommenden Tagen oder Wochen in die Wege geleitet werden. 

Streit um Corona-Impfung: Eltern lehnen geimpfte Blutspender für ihren Sohn ab – Gericht entzieht ihnen das Sorgerecht

Gegen Corona geimpft? Dann wollten die Eltern die Blutspende nicht haben

Die Eltern begründeten ihre Entscheidung ihrem Anwalt zufolge mit religiösen Motiven. Bereits am Dienstag entschied ein Gericht in Modena zugunsten der Klinik und bestätigte die Notwendigkeit der Operation für den Jungen sowie die Sicherheit des Blutes der Klinik. Der Fall sorgte landesweit für Aufsehen. Der Streit läuft seit Anfang Februar. Die Eltern legten der Klinik zu Beginn laut Medienberichten eine Liste mit rund 40 freiwilligen Blutspendern vor, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind.

jha DPA

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