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Corona-Fallzahlen RKI meldet 69.601 Neuinfektionen – Todesfälle pro Tag auf höchstem Stand seit Februar

Das RKI meldete heute die höchste Anzahl an Todesfälle seit Februar
Zum ersten Mal seit Monaten steigt die Anzahl der täglichen Corona-Toten über 500 (Archivbild).
© Thomas Frey / DPA
Die Anzahl der binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut gemeldeten Todesfälle durch das Coronavirus ist mit über 500 auf den höchsten Stand seit Februar gestiegen. Die Inzidenz liegt bei mindestens 427.

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten hat den höchsten Stand seit Februar erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 527 Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht. 

Anzahl der Todesfälle deutlich geringer als vor einem Jahr

Momentan ist die Zahl der täglich übermittelten Corona-Toten noch deutlich kleiner als zum Höhepunkt der zweiten Corona-Welle Ende vergangenen Jahres - und das, obwohl es momentan wesentlich mehr Ansteckungen gibt als damals. Experten führen das auf den positiven Effekt der Impfung zurück, die wirksam vor schweren Krankheitsverläufen schützt. 

Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 427 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 432,2 gelegen – allerdings gab es dabei technische Schwierigkeiten bei der Übermittlung der Zahlen aus Sachsen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 442,9 (Vormonat: 201,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 69.601 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.28 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67.186 Ansteckungen.

Experten gehen von Untererfassung der Fälle aus

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.291.621 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,45 an (Montag: 5,32). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 5.225.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 104.047.

Christian Drosten warnt vor Omikron-Variante

Derzeit trägt die neue Omikron-Variante des Virus noch vergleichsweise wenig zum Infektionsgeschehen bei. Dies könnte sich laut des Berliner Virologen Christian Drosten aber zukünftig ändern. Ab Anfang kommenden Jahres befürchte er Schwierigkeiten mit Omikron auch hierzulande. "Ich denke, ab Januar werden wir mit Omikron in Deutschland ein Problem haben", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. 

Demnach könnte die Pandemie mit der neuen Variante noch bis zum Sommer 2022 anhalten, so Drosten weiter. Zudem mahnte der Mediziner zur Vorsicht. Die neue Variante sei ein "perfektes Nach-Pandemie-Virus", bei dem die "blödeste Kombination" der Eigenschaften möglich wäre: erhöhte Ansteckungsgefahr und Immunflucht. Daher sei es möglich, dass ab dem zweiten Quartal 2022 eine weitere Impfung mit angepassten Vakzinen nötig sei, um eine Immunität zu gewährleisten.

pgo DPA

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