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Ebola-Epidemie: "Wir wissen jetzt, wie wir Ebola stoppen können"

Die Ebola-Seuche breitet sich zusehends in Westafrika aus. Die Bundeswehr hat einen Notfallplan für die deutschen Soldaten in Mali erstellt. US-Experten sind im Kampf gegen das Virus optimistisch.

Die Bundeswehr stellt sich mit einem Notfallplan auf die Ebola-Epidemie in Westafrika ein. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam sagte der "Bild"-Zeitung vom Montag, wichtig sei es vor allem, "jede Infektion zu vermeiden". Deshalb habe die Bundeswehr einen Tropenmediziner nach Mali zum deutschen Kontingent geschickt, dieser habe dann den Notfallplan erarbeitet.

Unter anderem sollten Nahrungsmittel tierischen Ursprungs immer vom europäischen und nicht vom örtlichen Markt kommen, sagte der Sprecher. Im schlimmsten Fall müssten Betroffene sofort in Quarantäne.

In Mali und im Senegal sind derzeit 173 deutsche Soldaten stationiert. Die beiden Länder grenzen an Guinea, eines der drei von der Ebola-Epidemie betroffenen Staaten. Die Weltgesundheitsbehörde WHO geht inzwischen von mehr als 1300 Ebola-Infektionen in Westafrika aus, mindestens 729 Menschen überlebten die Ansteckung mit dem Virus nicht.

Ebola außer Kontrolle - USA aber optimistisch

Die US Gesundheitsbehörde CDC hat sich derweil zuversichtlich im Kampf gegen die Ebola-Epidemie gezeigt. Der Ausbruch sei zwar außer Kontrolle, sagte CDC-Direktor Tom Frieden im US-Fernsehsender ABC. Aber: "Wir wissen jetzt, wie wir Ebola stoppen können."

Die zum Einsatz kommenden Methoden seien bereits erprobt. Er kündigte zugleich die Entsendung von 50 US-Experten nach Westafrika binnen der kommenden 30 Tage an. Am Sonntag war ein mit Ebola infizierter US-Arzt in den Bundesstaat Georgia geflogen worden. Es ist die erste Behandlung eines Ebola-Patienten in den USA.

kis/AFP/DPA / DPA

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