Epidemie China: SARS-Situation ist "ernst"


Zwar sei die neue Lungenkrankheit SARS in einigen Gebieten inzwischen unter Kontrolle gebracht, aber angesichts über 100 neuer Fälle bezeichnete die chinesische Führung die Verbreitung der Krankheit als "ernst".

Chinas Führung hat erstmals die Verbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit SARS im Land als "ernst" bezeichnet. Zwar sei die Krankheit in einigen Gebieten inzwischen unter Kontrolle gebracht, sagte Ministerpräsident Wen Jiabao nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Montag. "Die Situation als Ganzes bleibt aber ernst". Zugleich meldete China 106 neue Erkrankungen, die meisten davon im Norden des Landes. Sechs weitere Patienten starben am Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS).

Premier Wen rief die Behörden auf, dem Kampf gegen SARS höchste Priorität einzuräumen. "Vorbeugung und Beobachtung müssen verstärkt werden, damit die Krankheit im frühest möglichen Stadium erkannt, gemeldet, isoliert und behandelt wird", sagte er.

Nach den jüngsten Angaben der Gesundheitsbehörden sind in China bislang 1418 Menschen an SARS erkrankt, 64 Patienten starben. Aus dem Norden des Landes wurden allein im April 139 Krankheits- und 6 Todesfälle gemeldet. Es wird vermutet, dass sich die mysteriöse Lungenentzündung von der südlichen Provinz Guangdong aus in viele Länder ausbreitete. In Guangdong starben offiziellen Angaben zufolge bislang 45 Patienten an SARS, 1265 Menschen erkrankten.


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