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Kohlenhydrate: Süße Stärke

Zucker ist nicht gleich Zucker. Manche Sorten liefern schnell Energie, andere machen dafür länger satt. So unterscheiden sich die verschiedenen Kohlenhydrate in der Nahrung.

Haushaltszucker besteht aus zwei verschiedenen Zuckerarten: Glukose und Fruktose

Haushaltszucker besteht aus zwei verschiedenen Zuckerarten: Glukose und Fruktose

Alle Kohlenhydrate bestehen im Prinzip aus Zucker - die süße Substanz ist der Grundbaustein von Stärke. Einfachzucker besteht aus Molekülen mit meist fünf bis sechs Kohlenstoffteilchen. Solche Einfachzucker (Monosaccharide) bilden die Grundsubstanz, aus denen sich alle anderen Kohlenhydrate zusammensetzen.

Zu den Einfachzuckern gehören Traubenzucker (Glukose), Fruchtzucker (Fruktose) und Schleimzucker (Galaktose). Glukose versorgt das Gehirn und die roten Blutzellen mit Energie, Fruktose steckt in Obst, Gemüse und Honig und Galaktose ist ein wichtiger Bestandteil des Milchzuckers (Laktose).

Wenn sich zwei Einfachzucker miteinander verbinden, entstehen Zweifachzucker. So setzt sich der aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnene Haushaltszucker (Saccharose) aus Glukose und Fruktose zusammen. Während der Verdauung wird der Zucker vom Darm aus schnell ins Blut gebracht und liefert binnen kürzester Zeit Energie. Bekommt der Körper zu viel davon, landen die überschüssigen Kalorien auf der Hüfte.

Wenn der Darm keinen Milchzucker verträgt

Auch Milchzucker (Laktose) ist ein Zweifachzucker. Er ist besonders wichtig für Säuglinge. In der Muttermilch stecken etwa 7,5 Prozent des Energiespenders aus Glukose und Galaktose. Kuhmilch enthält nur 4,5 Prozent.

Um Milchzucker im Dünndarm spalten zu können, ist das Enzym Laktase nötig. Menschen, denen es an diesem Enzym mangelt, bekommen häufig Blähungen, Durchfall oder starke Bauchschmerzen, nachdem sie Milchprodukte gegessen haben. Diese Unverträglichkeit kann angeboren sein oder Folge einer Erkrankung.

Nudeln und Kartoffeln sättigen lange

Mehrfachzucker (Polysaccharide) setzen sich aus langen Ketten mit mindestens zehn Einfachzuckern, meist Glukose, zusammen. Die Mehrfachzucker werden vom Körper nur langsam aufgespalten, die Bausteine aus Einfachzucker gelangen deshalb verzögert ins Blut.

Eine der wichtigsten Quellen für Mehrfachzucker ist pflanzliche Stärke. Ihre netzartig verwobene Struktur macht sie schwer in Wasser löslich. Bei der Verdauung aber quillt sie und sorgt für Sättigung. Kartoffeln und Getreide enthalten reichlich Stärke. Deshalb halten Nudeln oder Kartoffeln lange satt.

Der Körper kann Zucker aus der Nahrung in lange Mehrfachzuckerketten umwandeln und in Leber und Muskeln speichern. Diese Kohlenhydratketten werden als Glykogen bezeichnet und dienen als kurzfristige Energiereserve. Bei Energiebedarf wird Glykogen wieder zu Glukose gespalten.

Auch Ballaststoffe sind chemisch betrachtet Mehrfachzucker. Es handelt sich dabei um Teile pflanzlicher Lebensmittel, die der Körper nicht verdauen kann, die aber dennoch wichtig für die Verdauung und die Gesundheit sind. Kohlenhydratreiche Lebensmittel, in denen neben Zucker oder Stärke auch Ballaststoffe enthalten sind, zum Beispiel Früchte oder Vollkorn-Getreideprodukte, sättigen besser und lassen den Blutzucker langsamer ansteigen als zucker- beziehungsweise stärkereiche Lebensmittel ohne Ballaststoffe wie Süßigkeiten oder Weißmehlprodukte.

Kirsten Milhahn
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.