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Corona-Pandemie Großer Andrang im Berliner Impf-"Brennpunkt" – Senat zeigt sich überwältigt

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So kann es aussehen, wenn in Berlin zum sogenannten Stadtteil-Impfen aufgerufen wird. Lange Schlangen formierten sich da am Freitag im Bezirk Neukölln bei durchwachsendem Wetter. Für Anwohner aus dem Kiez war keine Terminvereinbarung nötig, sie konnten einfach zu der umfunktionierten Turnhalle kommen. Die Motivation unter den Aspiranten war hoch. "Also wir stehen, seit neun sind wir hier, genau. Und dann standen wir natürlich erst eine Stunde, bis es dann losging. Und dann ging es eigentlich gleich um 10 los. Und seitdem geht es kontinuierlich, langsam, aber stetig voran." "Anscheinend weiß niemand, wie viel Dosen wirklich geplant sind pro Tag und grundsätzlich am Wochenende. Deswegen hoffen wir jetzt mal. Wir sind aber ganz zuversichtlich." Zuversichtlich gab sich auch Staatssekretär Martin Matz von der Senatsverwaltung für Gesundheit. "Wir sind hier beim ersten Tag unseres 'Impfens im Quartier', und wir sind schon am ersten Tag wirklich davon überwältigt, wie groß die Nachfrage ist. Wir könnten heute erheblich mehr Menschen impfen, als wir es tatsächlich tun werden, weil wir immerhin mit vier mobilen Impfteams heute hier vor Ort sind. Das wird für gut 400 Impfungen reichen. Vielleicht können wir ein paar mehr machen, aber dann sind wir für heute auch begrenzt." Man beginne in Neukölln mit rund 10.000 Impfdosen von Moderna und Johnson & Johnson, so Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci, die für das Impfen in nach ihren Worten "sozial benachteiligten Stadtteilen" warb. Drei Tage lang haben die Anwohner hier in Neukölln zunächst die Möglichkeit zur vergleichsweise unkomplizierten Immunisierung. In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell erstmals seit dem 20. März bundesweit wieder unter 100 gefallen. Als einen Grund für das Sinken nannte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag neben Vorsichtsmaßnahmen und Corona-Beschränkungen auch die zunehmenden Impfungen. Allein am Mittwoch und Donnerstag seien zwei Prozent der Bevölkerung geimpft worden.
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Mit mobilen Teams wird ab Freitag ein "niedrigschwelliges Impfangebot" in einem Stadtteil des Berliner Bezirks Neukölln unterbreitet. Die Nachfrage war am ersten Tag hoch.

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