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Online-Wucherpreise Hausärzteverband fordert Festpreise für OP- und FFP2-Masken

Eine Maske mit dem Motiv von Geldscheinen
© iStockphoto / Getty Images
Nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern zum Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Deutsche Hausärzteverband vor Wucherpreisen für medizinische Masken im Onlinehandel gewarnt.

Der Deutsche Hausärzteverband hat vor überhöhten Preisen für OP- und FFP2-Masken im Onlinehandel gewarnt und Festpreise gefordert. "Sinnvoll wäre, sicherzustellen, dass die Masken zu fairen Preisen verkauft werden", sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Masken-Festpreise gegen Wucher

Es müsse verhindert werden, dass es – wie beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr bei Schutzmasken, Desinfektionsmitteln und Toilettenpapier – zu Wucherpreisen komme. "Hierzu könnte beispielsweise ein Festpreis festgelegt werden, der nicht überschritten werden darf", sagte Weigeldt.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass in Bussen, Bahnen und Geschäften künftig Masken getragen werden müssen, die besser schützen als Alltagsmasken aus Stoff. Das können OP-Masken sein, FFP2-Masken oder auch KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben. Weigeldt begrüßte diesen Beschluss: "Wenn man sich für eine Maskenpflicht entscheidet, dann muss man es auch richtig machen", sagte er.

RKI empfiehlt FFP2 als Mindestschutz

Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 filtern mindestens 94 Prozent der sich in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm. Sie schützen vor gesundheitsschädlichen Partikeln auf Wasser- und Ölbasis, aber nicht vor krebserzeugenden Stoffen, radioaktiven Partikeln, luftgetragenen biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppe drei oder Enzymen. Das Robert Koch-Institut empfiehlt im Kampf gegen das Coronavirus entweder FFP2-Masken oder FFP3-Masken zu tragen.

Wichtig zu wissen: Es gibt auch FFP-Masken mit Ventil, die zwar den Träger, nicht aber das Umfeld schützen. Denn es wird zwar die eingeatmete Luft gefiltert, die ausgeatmete Luft wird dagegen bei geöffnetem Ventil ungefiltert nach außen abgegeben. Diese Masken sind daher in der Regel nicht geeignet, um sie im Alltag zu verwenden.

Stoff- oder Einwegmasken schützen hingegen meist nur das Umfeld, nicht aber den Träger vor Tröpfchen. Zudem sind sie deutlich durchlässiger für kleinste Partikel und Enzyme.

km AFP DPA

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