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Das Immunsystem: So machen Sie sich stark

Die Abwehr unseres Körpers ist ein Meisterwerk der Evolution: Aber nur, wenn die Leibgarde des Organismus in Top-Form ist, bleiben uns Grippe, Schnupfen und Husten erspart.

Der Feind ist überall. Auf der Türklinke, die wir anfassen, in der Salatsoße, die wir essen. Im Wasser, das wir trinken, in der Luft, die wir atmen. Kein Tag vergeht, ohne dass Bakterien, Viren, Pilze einen Angriff auf uns starten. Aber erst wenn - wie dieser Tage - eine Grippewelle anrollt, wird uns bewusst, wie verwundbar unser Organismus ist, wie schwer eine Mikrobenattacke uns treffen kann. In der vergangenen "Saison" starben rund 16.000 Menschen in Deutschland an Influenza und ihren Folgen - mehr als in einem Jahr im Straßenverkehr (2002: 6828 Tote) oder von eigener Hand umkommen (rund 11.000).

Dabei ist unser Immunsystem ein Spitzenprodukt der Evolution - so flächendeckend wie die Haut und fast so komplex wie das zentrale Nervensystem. Mehr als 50 Botenstoffe gehören dazu und mehrere Organe, die Milliarden von Abwehrzellen als Brutstätten, Ausbildungsorte und Stützpunkte dienen. Darunter sind vermeintlich nutzlose wie der Blinddarm und die Rachenmandeln sowie die vielen Menschen unbekannte Thymusdrüse, die hinter dem Brustbein sitzt und Kindern hilft, die ersten Mikrobenschlachten ihres Lebens zu überstehen. Über den Blutkreislauf werden die Abwehrzellen bis in die feinsten Verästelungen der Gefäße gespült. Über Lymphbahnen, die den ganzen Körper durchziehen, werden Erreger Richtung Lymphknoten abgeleitet. Alles in allem wiegen die Bestandteile des Immunsystems mehrere Kilo.

Jetzt im Winter ist der Verteidigungsapparat besonders gefordert. Nicht, weil es dann draußen besonders kalt wird. Sondern weil wir besonders häufig warme Heizungsluft atmen. Sie trocknet die Schleimhäute der Atemwege aus und hemmt so den stetigen Abfluss von Sekreten, mit denen Erreger sonst ausgeschnupft oder zur Vernichtung in den säuregefüllten Magen gespült werden. So kann es Viren gelingen, sich in den Schleimhäuten festzusetzen und sie großflächig zu befallen oder sich schlimmstenfalls über das Blut bis ins Innerste des Körpers auszubreiten.

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Großalarm im Körper

Sobald ein Erreger, etwa ein Schnupfenvirus, sich irgendwo einnistet, wird augenblicklich Großalarm im Körper ausgelöst. Als Erstes ist eine Art mobiles Einsatzkommando vor Ort: So genannte natürliche Killerzellen töten Schleimhautzellen in den Atemwegen, in denen sich bereits Viren breit gemacht haben. Bewegliche Fresszellen greifen mit ihren Tentakelarmen nach Keimen, verleiben sie sich ein und zersetzen sie. Gleichzeitig werden Botenstoffe freigesetzt, die unsere Gefäße weitstellen: Mehr Blut fließt jetzt durch die Arterien, damit die Verstärkungstruppen möglichst schnell dahin gelangen, wo die Erreger Unheil anrichten.

Die zweite Verteidigungslinie ist eine Armada von Spezialisten: Da sind etwa die Gedächtniszellen - regelrechte Superhirne, die eine Art Steckbrief mit besonderen Kennzeichen früherer Eindringlinge gespeichert haben, sie wiedererkennen und deshalb wissen, wie man sie am besten bekämpft. Oder die Plasmazellen, die Antikörper gegen Viren, Bakterien und fremde Zellen produzieren, 2000 Stück pro Sekunde. Diese maßgeschneiderten, Y-förmigen Gebilde heften sich an marodierende Eindringlinge und verhindern, dass sie gesunde Zellen befallen. Zusätzlich markieren sie die Fremden, damit Fresszellen sie leichter finden können. Manche Waffen der Einsatzkräfte sind wahre Präzisionsinstrumente: Mit Bohrern und Harpunen aus Eiweiß durchlöchern sie wie Scharfschützen die Hüllen von Feinden und bereits verseuchten Körperzellen.

Allerdings steht das beeindruckende Abwehrarsenal nicht allen Menschen jederzeit zur Verfügung. Kinder etwa kommen mit einer Basisausstattung des Verteidigungsapparats zur Welt, der dann viele Jahre braucht, bis er gelernt hat, wie Angreifer am besten zu packen sind. Darum sind die Jüngsten häufiger krank als Erwachsene. "Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Kleinkinder bis zu acht leichtere Infektionen im Jahr haben", sagt Professor Volker Wahn, Chef der Abteilung für Kinderheilkunde am Klinikum Uckermark in Schwedt. "Dazu gehören auch Mittelohr- oder Mandelentzündungen, akute Durchfallerkrankungen oder Atemwegsinfekte."

So sinnvoll es ist, den kleinen Körper Erfahrungen sammeln zu lassen - einige Viren und Bakterien können das Immunsystem überfordern und lebensgefährliche Komplikationen auslösen. Um die Abwehr auf diese Feinde vorzubereiten, greift man zu Impfungen mit abgetöteten oder abgeschwächten Formen des jeweiligen Erregers. Die Immunzellen erkennen das Fremdmaterial, speichern seine Merkmale, produzieren Antikörper und vernichten es. Fortan identifiziert das Abwehrsystem den Orginal-Keim sofort und ist in der Lage, ihn relativ schnell unschädlich zu machen, oft ein Leben lang.

Nachdem die Deutschen lange als "Impfmuffel" verschrien waren, scheint sich die Vorsorge wenigstens bei Kindern langsam durchzusetzen. Gegen Masern etwa sind 91 Prozent aller Jungen und Mädchen geimpft, wenn sie in die Schule kommen. Trotzdem gibt es nach wie vor Eltern, die ihre Kleinen lieber zu "Masernpartys" schicken, auf Kinderfeste also, bei denen ein Masern-Kranker mitspielt. Die Argumentation der Eltern: So könne sich ihr Kind auf "natürlichem Weg" mit der Infektion auseinander setzen. Dieser Leichtsinn kann lebensgefährliche Folgen haben - etwa eine vom Masernvirus ausgelöste Gehirnentzündung.

Eine Grippe hingegen verkraften gesunde Kinder in der Regel ohne bleibende Schäden. Die Influenza gehört jedoch (neben der Pneumokokken-Lungenentzündung) zu den bedrohlichsten Infekten für alte Menschen. Zwar hat ihr Immunsystem schon viel gelernt, aber oft ist ihr Körper nicht mehr in der Lage, aggressive Eindringlinge in Schach zu halten - und so sind die allermeisten Influenza-Todesopfer stets Frauen und Männer über 60. Für Senioren gilt: unbedingt gegen Influenza und Pneumokokken impfen lassen!

Impfung bei Reisen

Männer und Frauen in den besten Jahren brauchen Impfschutz vor allem, wenn sie in ferne Länder fahren, in denen besonders gefährliche oder unserem Immunsystem unbekannte Erreger kursieren. Oder wenn ihr Organismus mit chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Lungenleiden zu kämpfen hat. Bei derart Vorbelasteten tut sich der Körper unabhängig vom Alter (also auch bei Kindern!) schwerer damit, schlagkräftige Defensivarmeen aufzustellen - sie sollten sich etwa gegen Grippe impfen lassen. Die in letzter Zeit häufiger diskutierte Gefahr von Nebenwirkungen (vor allem allergischen Reaktionen) durch Konservierungs- und sonstige Zusatzstoffe in Vakzinen ist äußerst gering. Eine Auflistung von Impfempfehlungen für alle Altersgruppen findet sich auf der Website des Berliner Robert Koch-Instituts.

Wer sich mit Impfungen gegen einige schwere Infektionen gewappnet hat, darf sich schon ein gutes Stück sicherer fühlen. Triefnase und Bronchitis, Hals- oder Bindehautentzündung kann er trotzdem bekommen - und auch allerlei wirklich gefährliche Leiden. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, krank zu werden, geringer, wenn das Immunsystem fit ist, und dafür lässt sich einiges tun. Man muss nur wissen, was.

Fragwürdig ist leider die bequeme Einnahme von so genannten Immunstimulanzien, mit denen viele Deutsche ihre Abwehr in Schwung bringen wollen. Sonnenhut-Extrakte, auch Echinacea genannt, sollen grippale Infekte und Erkältungen abschmettern oder lindern - eine Hoffnung, die Heerscharen von Eltern dazu verleitet, sich und ihren Kindern Sonnenhut-Tinkturen einzuflößen, sobald ein Schnupfen oder eine Grippe im Anmarsch sind. Kinderarzt Volker Wahn kann zwar nachvollziehen, dass Eltern die Erkrankung irgendwie abmildern wollen. "Doch in seriösen Studien ist noch nie nachgewiesen worden, dass Echinacea beim Menschen tatsächlich die Abwehr stärkt oder Infekte verkürzt", sagt der Professor. Auch das Berliner "Arznei-Telegramm", ein pharmakritisches Info-Blatt für Ärzte, rät von den Präparaten ab: "Zweifelhaftes Therapieprinzip."

Viel wirksamer - und preiswerter - sind ganz einfache Verhaltensregeln: Eine ausgewogene Kost mit viel Obst, Gemüse und Salat deckt den Vitaminbedarf und macht teure Brausetabletten überflüssig - zumal die Annahme, hoch dosiertes Vitamin C verhüte Infektionen, bislang nicht wissenschaftlich belegt werden konnte. Wasser und Seife sind die billigsten Waffen gegen Erreger, die beim Händeschütteln oder von Türklinken übertragen werden. Ist der Keim dennoch stärker gewesen: Papier- statt Stofftaschentücher benutzen und möglichst rasch entsorgen. "Zudem sollte vor allem die Luft im Schlafzimmer kühl und nicht zu trocken sein, damit die Schleimhäute feucht bleiben und sich Erreger dort nicht festsetzen können", sagt Professor Karlheinz Schmidt, Präventivmediziner an der Universität Tübingen, der sich mit der Vorbeugung von Erkrankungen beschäftigt.

Damit der Körper gesund bleibt, braucht er genügend Ruhe: Schlaf trägt zur Stärkung unserer Abwehrkräfte einiges bei. "Die Erfahrungen zeigen, dass Menschen mit Schlafstörungen anfälliger für Infekte sind", sagt Professor Jan Born, Hormonforscher an der Universität Lübeck. In einer seiner aktuellen Untersuchungen fand er heraus: Menschen, die gegen Hepatitis A geimpft wurden und in der darauffolgenden Nacht schlafen durften, hatten vier Wochen später doppelt so viele Antikörper gegen das Virus im Blut wie Versuchspersonen, die nach dem Impf-Piks eine Nacht lang wach bleiben mussten.

Regelmäßig in die Sauna

Auch wer sich regelmäßig in der Sauna erholt, rüstet seinen Organismus gegen Viren und Bakterien. "Ein- bis zweimal in der Woche in eine finnische Sauna mit 90 Grad zu gehen verbessert die Abwehrkräfte", sagt Rainer Brenke, Chefarzt der Akutabteilung für Naturheilmedizin in der Hufeland-Klinik in Bad Ems, der sich seit mehr als 30 Jahren wissenschaftlich mit dem Thema Sauna beschäftigt. "Saunanutzer sind seltener erkältet." Der abhärtende Effekt setze etwa nach einem Vierteljahr regelmäßigen Schwitzens ein, flaue allerdings leider genauso schnell wieder ab, wenn man damit aufhöre.

Entscheidend sei beim Saunieren der Gang ins kalte Tauchbecken, so Brenke, oder zumindest unter die kalte Dusche. Der wiederholte Kältereiz trainiere das Herz-Kreislauf-System und rege die Durchblutung in Händen und Füßen an. "Das steigert reflektorisch den Blutfluss in der Nasen- und Rachenschleimhaut", erklärt Brenke, "wodurch mehr Zellen des Immunsystems zu den Orten gelangen, die permanent den Attacken von Viren und Bakterien ausgesetzt sind."

Für Sauna-Muffel und Kälte-Empfindliche empfiehlt der Mediziner eine etwas weniger eisige Methode, die einen ähnlich positiven Effekt auf das Immunsystem habe: die so genannte Schleimhautregie. Morgens kräftig räuspern und mit klarem Wasser gurgeln, beim Zähneputzen vorsichtig Zunge, Wangeninnenseiten und Zahnfleisch mit der Zahnbürste schrubben und das Gesicht mit kaltem Wasser abwaschen.

Unverbesserliche Warmduscher sollten zumindest ihren Körper in Schwung bringen. Denn auch regelmäßiger Sport kurbelt das Immunsystem an. Professorin Bente Klarlund Pedersen, Internistin in der Abteilung für Infektionskrankheiten am Klinikum der dänischen Universität Kopenhagen, erforscht seit Jahren die Zusammenhänge zwischen Sport, Hormon- und Botenstoffausschüttung und körpereigener Abwehr. "Bei trainierten Menschen ist ein bestimmter Typus von Immunzellen, die natürlichen Killerzellen, aktiver als bei untrainierten Menschen", sagt die Ärztin. Wer eine halbe Stunde moderat Sport treibe, bei dem steige die Zahl der Abwehrzellen an und sinke danach zügig wieder auf den Ausgangswert zurück. Eine Art Feuerwehr fürs Immunsystem. Eher erkältungsfördernd scheint hingegen exzessiver Sport zu sein: "Sobald man sich mehr als eine Stunde intensiv verausgabt, fällt die Zellkonzentration nach dem Anstieg unter den Ausgangswert und normalisiert sich erst nach einigen Stunden wieder." Die Wissenschaftler nennen das Absinken der Immunzellzahl nach intensivem Sport das "Open-Window-Phänomen" - der Körper bietet "ein offenes Fenster" für Keime.

Vor allem Profisportler, die mehrmals täglich trainieren, haben mit diesem Mechanismus zu kämpfen. Professor Heinz Liesen, Sportmediziner an der Universität Paderborn und derzeit medizinischer Berater des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, hat 20 Jahre lang die deutsche Hockeynationalmannschaft betreut. Er beobachtete: "In Wettkampfphasen sank nach drei bis vier Hockeyspielen mit höchster Belastung und Anspannung die Funktion des Immunsystems." Liesen rät auch Freizeitsportlern, auf ausreichende Regenerationszeiten zu achten, um den Organismus nicht zu überfordern. "Wenn es beim Sport nach einem anstrengenden Arbeitstag nur noch ums Auspowern und Schinden geht, überwiegt der Stress - und der schadet der körpereigenen Abwehr."

Sport ist Mord bei Fieber

Bei Fieber ist große Anstrengung ohnehin tabu. Sonst kann beispielsweise aus einem grippalen Infekt eine lebensbedrohliche Herzmuskelentzündung werden. So erging es Gerhard Uhlenbruck, Professor für Immunologie an der Universität Köln, vor 20 Jahren. Damals startete der Mediziner trotz eines solchen Infekts bei einem Marathonlauf, um seine Mitläufer nicht im Stich zu lassen. Nach 30 Kilometern kippte Uhlenbruck um und landete mit einer Herzmuskelentzündung auf der Intensivstation. Heute predigt der inzwischen 75-Jährige: "Sport ist Mord bei Fieber am Wettkampfort. Vor einer intensiven körperlichen Anstrengung so lange Pause machen, bis man mindestens drei Tage fieberfrei war."

Doch nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche hat Einfluss auf unser Immunsystem. Wie Seele, Nervensystem und Abwehr zusammenwirken, damit beschäftigen sich seit rund 25 Jahren die Wissenschaftler der so genannten Psychoneuroimmunologie (PNI). Anfangs hatten die Forscher einen schweren Stand bei ihren Kollegen traditioneller Fachrichtungen. Professor Manfred Schedlowski von der Universität Essen wurde damals sogar geraten, er solle doch lieber Künstler werden, statt Wechselwirkungen zwischen Psyche und Immunsystem beweisen zu wollen.

Inzwischen haben die PNI-Forscher viele Aspekte des Zusammenspiels von Seele, Nerven, Zellen und Organen enträtseln können. Sie wiesen nach, dass bei lang anhaltender seelischer Belastung das Stresshormon Cortisol steigt und dass dadurch die Arbeit des Immunsystems beeinträchtigt wird. PNI-Forscher aus der ganzen Welt zeigten,

- dass Frauen und Männer, deren Partner gestorben sind, über viele Monate ein schwächelndes Immunsystem haben;
- dass bei Menschen, die Alzheimer-Kranke pflegen und damit rund um die Uhr belastet sind, Wunden schlechter heilen;
- dass Studenten, die in einem anstrengenden Examen stecken, nach einer künstlichen Infektion mit Schnupfenviren leichter erkrankten und mehr Symptome hatten als die entspannte Vergleichsgruppe;
- dass ängstliche, depressive oder einsame Menschen für Infektionen anfälliger sind als zufriedene, fröhliche oder solche mit vielen guten Freunden und lieben Verwandten.

Kurzzeitiger Stress dagegen bringt den Körper offenbar in eine Art Habtachtstellung. Das sympathische Nervensystem, Hormone und Botenstoffe aktivieren dabei das Abwehrsystem. Ein Mechanismus aus grauer Vorzeit: Beim Kampf mit dem wilden Tier stellte der Organismus schon vorsorglich mehr Abwehrzellen im Blut bereit, damit sie schnell zum Ort einer möglichen Verletzung kommen konnten.

Fallschirmspringen aktiviert Killerzellen

In einem spektakulären Versuch Anfang der neunziger Jahre simulierte Professor Manfred Schedlowski akuten Stress in der Neuzeit: Er ließ Studenten aus einem Flugzeug springen, festgeschnallt mit einem Tandemgeschirr an einen Profi-Fallschirmspringer. Der Forscher fand heraus: "Durch den Fallschirmsprung wurden die natürlichen Killerzellen mobilisiert. Ihre Konzentration stieg im Blut um 200 bis 300 Prozent."

Für Schedlowski sind kurze Stressreize eine Art Bodybuilding für das Immunsystem. "Im Alltag können das Prüfungssituationen sein oder eine Präsentation im Büro." Schedlowskis Kollege Professor Joachim Kugler, PNI-Forscher an der TU Dresden, untersuchte die Immunabwehr von Fußballtrainern und wies die meisten Antikörper im Speichel kurz vor der Halbzeitpause nach. "Bevor sie die Gardinenpredigt in der Umkleidekabine halten mussten, hatten die Coachs offensichtlich den meisten Stress", sagt Kugler.

All jenen, die auf Joggen, Schwitzen, Tauchbäder oder Fallschirmsprünge keine Lust haben, könnte vielleicht die neueste Studie der Essener PNI-Wissenschaftler gefallen: Im Versuchslabor durften Probanden im Dienste der Forschung ungestört Erotikfilme gucken und dabei masturbieren. Die Blutergebnisse zeigten: Fünf Minuten nach dem Orgasmus war die Konzentration der natürlichen Killerzellen deutlich erhöht und erreichte erst eine Dreiviertelstunde später wieder ihren Ausgangswert. Pornos halten fit - zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren örtlichen Videothekenbetreiber.

Anika Geisler / print

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