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Grippe 2018: Darf ich mich mit Fieber impfen lassen? 7 Fakten zur Grippeschutzimpfung

Die Grippesaison hat begonnen. Erste Einzelfälle sind aufgetreten. Wer sich gegen die Viren wappnen will, sollte spätestens jetzt aktiv werden. Allerdings muss das nicht jeder. Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Ein Junge hält ein Taschentuch vor sein Gesicht

Die Grippesaison 2018 hat begonnen

DPA

Behauptung 1: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung

Stimmt. Nach Erkenntnissen der obersten deutschen Behörde für Infektionskrankheiten, des Robert Koch-Instituts (RKI), kommt es meist um den Jahreswechsel zu einer richtigen Grippewelle. Da nach einer Impfung bis zu zwei Wochen vergehen können, damit der körpereigene Schutz vollständig aufgebaut ist, empfehlen die Experten eine Impfung im Oktober oder November. Doch kann sie selbst später noch helfen, wenn eine Influenza schon um sich greift. Keiner kann nämlich abschätzen, wie lange die Krankheitswelle dauert oder ob noch eine weitere folgt.

Experten gehen davon aus, dass vergangenen Winter rund neun Millionen Menschen in Deutschland wegen Grippe beim Arzt waren. Für einen ausreichenden Schutz muss jedes Jahr geimpft werden, weil sich die Art der Erreger immer wieder ändert. Die EU-Präventionsbehörde ECDC schätzt, dass jedes Jahr zwischen 5000 und 17.000 Menschen nach einer Grippeinfektion in Europa sterben.

Behauptung 2: Eine Impfung ist allen Menschen dringend empfohlen

Falsch. Die Ständige Impfkommission, die entsprechende Maßnahmen nach Nutzen und Risiko einschätzt, empfiehlt Kindern und Erwachsenen nicht ausdrücklich eine Grippe-Impfung - sofern sie gesund sind. Bei Menschen ohne chronische Krankheiten verlaufe die Influenza in der Regel nicht so schwerwiegend. Das heißt aber nicht, dass die Kommission in diesen Fällen von einer Impfung abrät - ganz im Gegenteil: Wer will, soll die Vorsichtsmaßnahme ergreifen. Es spricht selbst nichts dagegen, dass stillende Mütter sich impfen lassen.

"Ausdrücklich empfohlen" ist die Vorsorge bei mehreren Risikogruppen, bei denen eine Grippe schwere Komplikationen mit sich bringen kann und möglicherweise zu Lungenentzündungen, Herzinfarkten oder sogar zum Tod führt. Dazu gehören etwa Über-60-Jährige, die wegen eines schwächeren Immunsystems gefährdeter sind, sowie Schwangere und chronisch kranke Menschen. Zudem wird der Schritt Mitarbeitern im Gesundheitswesen empfohlen, damit sie keine Patienten anstecken.

Behauptung 3: Bei Fieber darf man sich nicht impfen lassen

Stimmt. Das RKI rät davon ab, sich bei mehr als 38,5 Grad Fieber oder einer schweren Infektion impfen zu lassen. Das Immunsystem der Patienten ist zu sehr geschwächt, um Antikörper zu bilden. Zudem sollen auch Menschen mit schweren Allergien gegen einen der Impf-Inhaltsstoffe - wie etwa Hühnereiweiß - vorsichtig sein.

Behauptung 4: Die meisten Menschen lassen sich impfen

Falsch. Das RKI sieht schon lange einen Rückgang der Impfquoten in Deutschland. Hat vor neun Jahren noch etwa jeder zweite Maßnahmen gegen die Grippe ergriffen, liegt heutzutage die Zahl bei rund 35 Prozent. Selbst bei Klinikpersonal geben bei einer Umfrage im Herbst 2017 nur 40 Prozent an, in der vorangegangenen Saison gegen Influenza geimpft gewesen zu sein. Das Ziel der Europäischen Union, dass die Mitgliedsstaaten zumindest bei den Risikogruppen eine Rate von 75 Prozent erreichen, wird in Deutschland weit verfehlt. In der EU kommt gerade einmal Großbritannien dem Wert mit 70 Prozent recht nahe.

Behauptung 5: Mit Grippe-Impfung kann man sich nicht mehr erkälten

Falsch. Zu unterscheiden ist zwischen einer Grippe und harmloseren Infekten wie Erkältungen oder sogenannten grippalen Infekten. Letztere sind völlig andere Krankheiten. Vor ihnen schützt die Impfung nicht. So ist es auch zu erklären, dass manche Menschen nach einer Impfung krank werden. Das hat aber mit der Wirksamkeit der Spritze nichts zu tun.

Behauptung 6: Die Impfung wirkt nicht

Ungenau. Zwar gibt es tatsächlich keinen 100-prozentigen Schutz, zum Beispiel wenn sich Patienten kurz zuvor oder danach mit Grippe-Viren anstecken - also wenn die Impfwirkung noch nicht vollständig eingesetzt hat. Zudem wird der Impfstoff jedes Jahr neu angepasst und wirkt je nach Jahr mehr oder weniger gut. Doch wird nach RKI-Angaben das Risiko zu erkranken in jedem Fall deutlich gesenkt - um rund die Hälfte etwa bei älteren Menschen mit weniger Abwehrkräften. Zudem hätten Studien belegt, dass bei Patienten, die trotz Impfung erkranken, die Grippe sanfter verläuft.

Behauptung 7: Die Grippe-Impfung übernimmt immer die Krankenkasse

Falsch. Nicht alle Krankenkassen zahlen für jeden. Nur für diejenigen Patienten, für welche die Ständige Impfkommission eine Grippeimpfung "ausdrücklich empfiehlt", müssen sie die Kosten übernehmen. Einige Krankenkassen bezahlen aber auch für andere Menschen die Leistung.

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Sebastian Fischer/ikr / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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