H5N1 Vogelgrippe erreicht Bayern


Die Vogelgrippe hat nun auch Bayern erreicht. Bei zwei Wildvögeln in Oberbayern sei das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden, teilte das Umweltministerium in München mit.

Weitere Einzelheiten wollte Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) am Mittag bekannt geben. Die infizierten Vögel seien südlich von München nicht unmittelbar an Seen unabhängig voneinander aufgefunden worden. Zwei Landkreise seien betroffen. Vor einigen Tagen waren auch Vogelgrippe-Fälle am Bodensee in Baden-Württemberg registriert worden.

24 tote Vögel eingesammelt

In Bayern hatten Helfer am Sonntag auf einer Sandbank vor Lindau a. Bodensee 24 tote Vögel eingesammelt. Die Kadaver der Kormorane und Möwen werden derzeit noch untersucht. Ein Ergebnis sollte bis Mittwoch vorliegen, teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums mit. Am Montag waren noch einmal fünf tote Vögel bei Lindau gefunden worden. Es wurde eine Koordinationsgruppe "Vogelgrippe" eingerichtet. Täglich zwei Mal kontrollieren Feuerwehrmänner das Bodensee-Ufer und einige Weiher auf tote Vögel, hieß es.

Für drei tote Stockenten aus Bayern, bei denen Influenza A nachgewiesen worden war, gab das Friedrich-Loeffler-Institut inzwischen Entwarnung: Sie hatten kein H5N1-Virus im Körper.

Neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Unterdessen wurden in Mecklenburg-Vorpommern zwei weitere infizierte Wildvögel entdeckt. Dabei handele es sich um eine Reiherente aus dem Seehafen Wismar und eine Ente aus der Nähe von Bergen auf Rügen, teilte eine Sprecherin des Krisenstabes in Schwerin mit. Die Zahl der registrierten Vogelgrippefälle ist damit allein in Mecklenburg-Vorpommern auf 121 gestiegen.

DPA


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