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Kalifornien Ungeimpfter Lehrer geht krank zur Arbeit – und steckt die Hälfte der Klasse mit Corona an

Lehrer Kalifornien Coronavirus: Eine Schultafel mit dem Alphabet
In einer Klasse in Kalifornien ereignete sich ein größerer Corona-Ausbruch (Symbolbild)
© insta_photos / Getty Images
Er hielt seine Beschwerden für eine Allergie: In Kalifornien hat ein ungeimpfter Grundschullehrer ein Dutzend Schülerinnen und Schüler mit dem Coronavirus angesteckt. Doch dabei blieb es nicht.

In Kalifornien hat eine ungeimpfte Lehrkraft mindestens zwölf von 24 Schülerinnen und Schülern einer Klasse mit dem Coronavirus angesteckt. Wie die US-Seuchenschutzbehörde CDC mitteilte, habe es sich um die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus gehandelt. Der Vorfall ereignete sich demnach im vergangenen Mai. Betroffen war eine Grundschule im nahe San Francisco gelegenen Landkreis Marin County.

Die Lehrkraft spürte am 19. Mai, einem Mittwoch, erste Symptome, dachte aber aufgrund der Beschwerden – verstopfte Nase und Müdigkeit – zunächst an eine Allergie. An den darauffolgenden zwei Tagen ging sie wie gewohnt arbeiten und entwickelte allmählich Husten, ein fiebriges Gefühl und Kopfschmerzen. Ein Coronatest am 21. Mai war positiv. Aus dem CDC-Bericht geht nicht hervor, ob die betroffene Lehrkraft ein Mann oder eine Frau war.

Kinder in ersten Stuhlreihen besonders oft betroffen

Mindestens zwölf von 22 Schülerinnen und Schülern (55 Prozent) wurden im Anschluss positiv auf das Coronavirus getestet. Zwei Kinder wurden nicht getestet. Alle Schülerinnen und Schüler waren aufgrund ihres Alters ungeimpft. Die Corona-Impfstoffe sind erst ab einem Alter von zwölf Jahren zugelassen.

Kinder, die in der Nähe der Lehrkraft saßen, infizierten sich mit größerer Wahrscheinlichkeit. So steckten sich in den ersten zwei Stuhlreihen acht von zehn Kindern (80 Prozent) an. In den hinteren drei Reihen zeigte der Coronatest nur bei vier von 14 Schülern ein positives Testergebnis (28 Prozent). 

26 Corona-Fälle

In der Schule galt eigentlich eine Maskenpflicht. Befragungen ergaben aber, dass die Lehrkraft die Maske hin und wieder abgelegt hatte – etwa wenn sie in der Klasse laut vorlas. Mindestens 14 weitere Coronafälle konnten die Gesundheitsbehörden mit dem Ausbruch in Verbindung bringen, darunter sechs in einer Nachbarklasse, vier bei Geschwisterkindern und vier bei Eltern. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg damit auf insgesamt 26. Glücklicherweise entwickelten alle Infizierten nur milde Symptome. Niemand musste im Krankenhaus behandelt werden.

"Die Delta-Variante verbreitet sich leicht in Innenräumen, wenn keine Masken getragen werden oder die Personen ungeimpft sind", heißt es in dem Bericht der CDC, die den Ausbruch untersucht und öffentlich gemacht haben. Der Fall führe zudem vor Augen, wie wichtig es sei, dass sich Lehrkräfte impfen ließen.

Quelle: CDC - Morbidity and Mortality Weekly Report

ikr

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