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Mehr Budget, mehr Personal: Gewalt in Krankenhäusern: Klinik in Nürnberg investiert nach Attacken in die eigene Sicherheit

In mehreren Bundesländern ist die Anzahl der Angriffe auf das Personal in Krankenhäusern gestiegen – laut mehrerer statistischer Erfassungen teilweise um bis zu 50 Prozent. Ein bayerisches Klinikum reagiert nun mit Budget- und Personalaufstockung.

Attacke eines Patienten auf Klinikpersonal

Die körperliche Gewalt nimmt zu, je kleiner eine Praxis ist. Nur jede vierte körperliche Attacke wird zur Anzeige gebracht.

Getty Images

Gewalt in Krankenhäusern und Arztpraxen wird in Deutschland zu einem größeren Problem. Die Klinik in Nürnberg reagiert nun und investiert in die eigene Sicherheit.

Statistisch gesehen kam es im Jahr 2018 zu täglich 75 Fällen körperlicher Gewalt in deutschen Arztpraxen. Dies geht aus einer Studie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Verbandes niedergelassener Ärzte (NAV) hervor.

Zu verbaler Gewalt kommt es laut der "Ärztezeitung" noch häufiger. Deutschlandweit werde deren Anzahl im Jahr 2018 auf täglich 2870 geschätzt. Verbale Gewalt sei dabei eher das Problem größerer und damit anonymerer Praxen. Körperliche Gewalt nehme wiederum zu, je kleiner eine Praxis ist. Und lediglich jeder vierte körperliche Angriff werde von den Praxen auch zur Anzeige gebracht.

Eine massive Zunahme von Attacken gab es auch im Klinikum Nürnberg. Laut eigenen Angaben beschäftigt sie 7000 Mitarbeiter und verfügt über 2200 Betten. Behandelt werden jährlich über 100.000 stationäre und 105.000 ambulante Patienten. Im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigte die Pressestelle des Klinikums einen Bericht des Portals nordbayern.de, wonach die Zahl der Attacken auf das Klinikpersonal 2018 im Vergleich zum Vorjahr um nahezu 50 Prozent gestiegen sei.

Zahl der Attacken um etwa 50 Prozent gestiegen

Gab es 2017 noch 314 Fälle von verbaler und körperlicher Gewalt, waren es im Folgejahr bereits 458. Selbstverständlich sind auch hier nur jene Fälle erfasst, die tatsächlich auch gemeldet wurden. Um die Sicherheit von Mitarbeitern und Patienten nun wirksamer zu gewährleisten, hat das Klinikum beschlossen, neue Sicherheitsmaßnahmen anzugehen, deren kosten sich auf eine Million Euro belaufen.  

So soll es ein erweitertes Personen-Notruf-System geben, mit dem das Personal in Notsituationen sehr schnell Hilfe bekommen kann. Die Streifgänge der Security werden auf 24 Stunden und sieben Tage die Woche ausgedehnt. Das Gelände wird zukünftig auch verstärkt videoüberwacht und die Schließzeiten der einzelnen Gebäude werden verkürzt. Zusätzlich werden zwei neue Stellen für den Sicherheitsdienst ausgeschrieben.

Die Gründe für die Zunahme der Gewalt in deutschen Krankenhäusern sind vielschichtig. Zum einen habe sich das Patientenaufkommen seit 2008 um 30 Prozent erhöht –bei gleicher Raumausstattung, wie Dr. Klaus Hermes, Leiter der Notaufnahme am Bremer Klinikum Mitte der "Kreiszeitung" sagte. "Wartezeiten führen zu Stress und so oft zu einem erhöhten Konfliktpotenzial".  Zum zweiten sei bei vielen Patienten und deren Angehörigen die Toleranzschwelle heute niedriger. Bespucken, schubsen und drohen seien "Alltag", wie Hermes der "Kreiszeitung" sagte.

Quellen: nordbayern.de / "Kreiszeitung" / "Ärztezeitung"

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.