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"Fürchterlichstes Erlebnis": Patient wacht bewegungsunfähig mitten in OP auf - und macht sich sehr kreativ bemerkbar

In England ist ein Mann während einer Blinddarm-OP aufgewacht, konnte sich aber weder bewegen noch sprechen. In Panik wählte er schließlich einen sehr außergewöhnlichen Weg, um auf sich aufmerksam zu machen.

Der Blick eines Patienten auf dem OP-Tisch auf Ärzte (Symbolfoto)

Auf dem OP-Tisch aufzuwachen, sei das "fürchterlichste Erlebnis, das ich je erlebt habe", sagte der 25-jährige Engländer

Picture Alliance

Es ist die absolute Horrorvorstellung: In England ist ein Mann auf dem OP-Tisch zu sich gekommen, ohne sich bewegen oder mitteilen zu können. Das berichtete der 25-Jährige der BBC. Kurz vor seiner geplanten Blinddarm-Operation habe er das Bewusstsein erlangt und "ein Piepen und sich unterhaltende Menschen" gehört. Es sei das "fürchterlichste Erlebnis, das ich je erlebt habe" gewesen. Der BBC zufolge hat sich das Krankenhaus bereits bei ihm entschuldigt und eine Entschädigung ausgezahlt.

Zunächst habe er gespürt, wie ihm der Atemschlauch in den Hals geschoben wurde. Dies habe ihn kurzzeitig in Panik versetzt. "Als ich merkte, dass ich nicht erstickte, konnte ich mich ein bisschen beruhigen", sagte er. Er habe versucht seine Finger und Zehen zu bewegen, zu blinzeln, seine Augen zu öffnen und zu schreien, doch "mein Körper reagierte einfach nicht". In seiner Verzweiflung urinierte er schließlich auf den OP-Tisch, um auf sich aufmerksam zu machen. "Hätte ich das nicht gemacht, hätte es wie Hölle wehgetan", sagt er.

England: Krankenhaus entschuldigt sich bei Patient

Seine Aktion habe auch den gewünschten Erfolg erzielt. Die Ärzte hätten gemerkt, dass irgendetwas nicht in Ordnung sei. Er habe eine neue Infusion in den Arm gelegt bekommen und dann schließlich wieder das Bewusstsein verloren. Der Vorfall hatte für den 25-Jährigen allerdings Folgen: So beschreibt er gegenüber der BBC, seitdem unter Panikattacken und Schlafstörungen zu leiden und Anti-Depressiva verschrieben bekommen zu haben.

Die Krankenhausbetreiber teilten gegenüber dem Sender mit, es tue ihnen "aufrichtig leid" dass "das Erlebnis" des Patienten "nicht seinen Vorstellungen entsprach". Ein weiterer Vertreter des Krankenhauses betonte, auch wenn der Patient "voll betäubt während des Eingriffs" gewesen sei, habe man eine "vollständige Untersuchung zu den Umständen seiner Betäubung vor der Operation" abgeschlossen. Die Ergebnisse habe man dem Patienten mitgeteilt und sich erneut bei ihm entschuldigt.

fin
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