HOME

Lexikon: Das Vokabular der Manuellen Therapien

Wie kommt es, dass die Knochen manchmal knacken? Und knacken überhaupt die Knochen? Das Lexikon führt in die Begriffswelt der Manuellen Therapie ein.

Bewegungsapparat

Zum Bewegungsapparat gehören Muskeln, Gelenke und Knochen, Bänder, Sehnen und Gewebe

Bindegewebe

Füll- und Stützgewebe im Körper

Blockierung

Eingeschränkte Beweglichkeit eines Gelenks, häufig hervorgerufen durch verhärtete oder verkrampfte Muskulatur in der Umgebung

Effleurage

Vgl. > Streichung

Faszien

Feste Schichten des " Bindegewebes, die Muskeln und Muskelfasern umhüllen

Justierung

In der Chiropraktik: Aufhebung einer > Blockierung

Klopfung (Tapotement)

Klopfungen sind kurze Schlagbewegungen, die mit der Handkante, der Faust oder mit der Hohlhand ausgeführt werden können. Sie steigern die Durchblutung der Muskulatur auch in der Tiefe

Knacken

Das Knacken beim Lösen einer > Blockierung entsteht nicht durch die Knochen, sondern durch Gasbläschen, die bei einer ruckartigen > Manipulation im Gelenkzwischenraum implodieren

Knetung (Pétrissage) Bei der Knetung wird die Muskelspannung reguliert und verspannte Muskulatur gelockert, die Muskelfasern werden gedehnt. Außerdem sorgt die gesteigerte Durchblutung für eine bessere Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen

Lymphe

Gewebeflüssigkeit, die Fette, Eiweiße und abgestorbene Zellbestandteile abtransportiert

Manipulation

Bei der Manipulation überwindet der Behandler den Widerstand eines blockierten Gelenks mit einem kurzen, gezielten Stoß in Richtung der eingeschränkten Bewegung. Dabei kommt es häufig zu einem > Knacken

Meridiane

Nach Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin sind Meridiane energetische Linien, die den Körper wie ein dreidimensionales Kanal- oder Verkehrssystem durchziehen und in denen die Lebensenergie > Qi fließt

Mobilisation

Bei der Mobilisation führt der Behandler das Gelenk mit langsamen Bewegungen in Richtung der " Blockierung an das jeweils mögliche Bewegungsende, aber nicht darüber hinaus

Muskeltonus

Normaler Spannungszustand der Skelettmuskulatur; er ist so gering, dass er keine aktive Bewegung hervorruft. Ist der Tonus anhaltend verstärkt, spricht man von Muskelverspannungen oder Muskelhartspann

Ödem

Stauungen von Lymphe oder Wasser im Gewebe

palpieren

abtasten, untersuchen

Pétrissage

> Knetung

peripheres Nervensystem

Gesamtheit der Nerven und Nervenfasern, die außerhalb des Gehirns und Rückenmarks verlaufen. Das periphere Nervensystem leitet Impulse, die der Körper von außen und innen bekommt, an das > Zentrale Nervensystem (ZNS) weiter und transportiert umgekehrt Anweisungen des ZNS in verschiedene Regionen des Körpers

Qi

In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist Qi eine universelle Lebenskraft, die sämtliche Vorgänge der Natur ermöglicht. Qi soll Körper und Seele des gesunden Menschen gleichmäßig und ungehindert in den so genannten > Meridianen durchströmen

Reibung (Friction)

Mit unterschiedlichen Techniken lassen sich durch Reibung sowohl oberflächliche als auch tiefere Gewebeschichten beeinflussen

Rezeptoren der Haut

Winzige "Fühler", die in der Haut sitzen und verschiedene Empfindungen ermöglichen. Es gibt Rezeptoren unter anderem für Druck, Schmerz, Wärme und Kälte

Skelettmuskulatur

Ein Skelettmuskel besteht aus Muskelfasern, die wiederum zu Muskelfaserbündeln zusammengefasst sind; umschlossen werden die einzelnen Bündel von einer bindegewebsartigen Hülle, der so genannten Muskelfaszie. Die einzelnen Muskelfasern können sich in schneller Folge zusammenziehen und wieder entspannen

Streichung (Effleurage)

Streichungen sind großflächige Bewegungen, die gewöhnlich von der Körperperipherie zur Mitte hin ausgeführt werden. Die Streichgriffe wirken entstauend im Venen- und Lymphbereich

Struktur

Mit Struktur bezeichnet der Rolfer die individuelle Ausprägung der Faszien, Sehnen und Bänder, die sich in ihren Formen den immer wieder eingenommenen Körperhaltungen angepasst haben

Tapotement

> Klopfung

Triggerpunkte

Kleine, druckschmerzhafte Punkte in der Muskulatur, die sich von der Hautoberfläche aus ertasten lassen. Charakteristisch für Triggerpunkte ist die Weiterleitung von Schmerz in weit entfernte Gebiete. Häufig stimmen Triggerpunkte mit den Akupunkturpunkten der Traditionellen Chinesischen Medizin überein

Verklebungen

Häufig gebrauchter Begriff für Verwachsungen des Bindegewebes, zu denen es etwa nach Entzündungen, Reizung oder erhöhter Druckbelastung an einer bestimmten Körperstelle kommen kann

Vibration

Sehr feine, schwingendzitternde Bewegungen, die der Masseur mit der flach aufgelegten Hand ausübt. Die Übertragung der Vibrationen auf Haut und Muskulatur soll Schmerzhemmung und Muskelentspannung bewirken

Zentrales Nervensystem

Umfasst alle Nerven und Nervenfasern, die innerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen

Wissenscommunity