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Max-Planck-Institut Tübingen: Die Zeit der Tierversuche mit Affen ist vorbei

Die massive Kritik von Tierschützern zeigt endlich Erfolg: Das Max-Planck-Institut stellt in der Gehirnforschung die Versuche an Affen ein. Derzeit wird im Institut noch wegen Tierquälerei ermittelt.

Rhesus-Affe mit Implantaten im Kopf

Ein Rhesus-Affe mit zwei Implantaten im Kopf: Im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen wird mit Elektroden die Aktivität des Gehirns untersucht. Die Aufnahme entstand 2016.

Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik (MPIBK) in Tübingen forscht nach anhaltender Kritik von Tierschützern nicht mehr an Affen. "Wir bestätigen, dass die Affenversuche endgültig beendet sind und wir keine Affen mehr haben", teilte die Sprecherin des Instituts mit. Abteilungsdirektor Nikos Logothetis hatte schon vor zwei Jahren angekündigt, nach Abschluss der laufenden und bereits genehmigten Experimente nur noch mit Nagetieren forschen zu wollen.

Der Vorsitzende des Vereins Soko Tierschutz, Friedrich Mülln, bezeichnete das Ende der Affenversuche als historischen Erfolg der Tierschutzbewegung Deutschlands. Ein als Pfleger arbeitender Tierschützer hatte die Affenversuche und die Haltung der Tiere im Herbst 2014 heimlich gefilmt. Die Aufnahmen zeigen Affen mit Gehirn-Implantaten, eines der Tiere hat einen blutverschmierten Kopf, einem anderen läuft Spucke oder Erbrochenes aus dem Mund.

Tierschützer riefen zu Demonstrationen und Mahnwachen gegen das Institut auf.

Was passierte mit den Affen?

Der letzte Versuch am Institut wurde mit zwei Affen durchgeführt, wie das Regierungspräsidium Tübingen als Genehmigungsbehörde mitteilte. Mindestens eines der Tiere sei im Zuge des Versuchs für eine Untersuchung von Gehirngewebe getötet worden. Das Institut soll maximal neun weitere Affen gehalten haben (Stand Anfang April), wovon fünf laut Behörde an wissenschaftliche Einrichtungen im europäischen Ausland gebracht werden sollten.

Das Max-Planck-Institut wollte sich auf Anfrage nicht zum Verbleib der Affen äußern. Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte: "Sie wurden an europäische Einrichtungen verschachert, wo sie mit Sicherheit für weitere Versuche 'genutzt' werden".

Die Sprecherin der Max-Planck-Gesellschaft in München kritisierte die emotionalisierte Debatte um die Versuche. Sie forderte von den Tierschützern Bereitschaft zu Dialog und Kompromiss.

Polizeiliche Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Versuche mit Tieren in relativ kleiner Zahl seien aus Sicht der Max-Planck-Gesellschaft legitim, wenn sie etwa Mediziner in die Lage versetzen, menschliches Leid zu verhindern. Die Grundlagenforschung bringe zwar kein Medikament hervor, aber Erkenntnisse über Funktionsweisen des Körpers und des Gehirns, die etwa die Krebstherapie revolutioniert hätten.

Wenn es in Tübingen tatsächlich Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gegeben haben sollte, müsse die Wissenschaft selbstkritisch sein, sagte Beck. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Tübingen gegen Mitarbeiter des MPIBK sind nach Angaben der Behörde noch nicht abgeschlossen.


bal/DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.